News: Die Opec hat sich geeinigt – der Sprit wird teurer » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Die Opec hat sich geeinigt – der Sprit wird teurer

Die Opec-Staaten und Russland haben eine Einigung erzielt und sich für eine Senkung der Ölfördermenge entschieden. Für die Autofahrer heißt das, sie müssen an der Tankstelle wieder tiefer in die Tasche greifen, denn die Ölpreise werden in die Höhe schnellen. Schon unmittelbar, nachdem die Nachricht der Einigung öffentlich gemacht wurde, zogen die Preise fürs Rohöl an und das Barrel wurde für 50,- Dollar gehandelt.

Völlig überraschend

Für die Finanzmärkte und die Experten kam die Einigung vollkommen überraschend. Das Kartell hatte jedoch schon im September darüber diskutiert, die Fördermenge um täglich 1,2 Millionen Barrel zu drosseln, aber damals glaubte niemand so recht daran, dass sich der Iran und Saudi-Arabien einig werden würden. Die beiden Staaten hatten bis zuletzt heftig um die Förderquoten gestritten und das man sich jetzt einig geworden ist, das ist schon eine kleine Sensation. Saudi-Arabien wird seine Förderung um eine halbe Million Fass zurückfahren, der Iran verpflichtet sich dazu, 300.000 Barrel weniger zu fördern.

Wie hoch wird der Ölpreis steigen?

Wenn die Experten recht behalten, dann steigt der Benzinpreis, der aktuell bei durchschnittlich 1,30 Euro pro Liter liegt, auf 1,40 Euro pro Liter an. Ob es aber bei diesem Preis bleibt, ist fraglich, denn die Opec hat intern darüber gesprochen, dass die Preise für das Barrel Öl noch bis zum Ende des Jahres auf 60,- Dollar steigen werden. Das heißt, die Preise für Benzin und Diesel werden zum Jahresende noch einmal erhöht, was besonders diejenigen treffen wird, die zum Jahreswechsel einen Urlaub planen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Die Drosselung der Fördermenge soll erst einmal auf sechs Monate beschränkt werden, auch in Hinblick auf die Konkurrenz. Es wird erwartet, dass mit einem Preisanstieg die Fracking-Unternehmen in den USA wieder mehr Öl aus dem Boden holen werden und auch die kanadische Ölproduktion könnte sich wieder lohnen. Wenn die Konkurrenz mehr fördert, dann wird die Opec gezwungen, die Preise wieder zu senken.

Bild: © Depositphotos.com / tomisl.z

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.