Warum es unter Trump für VW richtig teuer werden kann

Veröffentlicht: 12. Dezember 2016 | 17:58 Uhr
Warum es unter Trump für VW richtig teuer werden kann

Bei VW geht die Angst um, denn die Entscheidung über die ausgehandelte Milliardenstrafe wird wohl erst nach dem 20. Januar und damit nach dem Amtsantritt des designierten Präsidenten Donald Trump fallen. Diese Entscheidung wird für die Autobauer aus Wolfsburg dann wohl deutlich teurer. Zwar hat VW in der vergangenen Woche noch einmal versucht, die Entscheidung vor den Regierungswechsel zu legen, aber dieses Vorhaben hat nicht funktioniert.

Lässt Trump den Deal platzen?

Im Oktober hatte ein Gericht in den USA einem Vergleich in Milliardenhöhe zugestimmt. Dieser Vergleich war zwischen den Aufsichtsbehörden der USA und dem VW Konzern ausgehandelt worden und demnach verpflichtet sich VW zu einer Zahlung von umgerechnet 13,4 Milliarden Euro, die höchste Wiedergutmachung, die jemals ein Autohersteller in Amerika zahlen musste. Das US-Justizministerium muss diesen Deal allerdings noch absegnen. Jetzt gibt es Quellen, die behaupten, dass Trump als Präsident diesen Deal platzen lassen will.

Es muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden

Ein VW-Manager sieht mit Sorgen in die nahe Zukunft, denn es wird befürchtet, dass es nicht bei den vereinbarten 13,4 Milliarden Euro bleiben wird. Ein Grund für diese Befürchtung ist Martin Winterkorn, der ehemalige Vorstandschef von VW. Die USA werfen Winterkorn vor, dass er sehr früh von dem Betrug gewusst hat, was angeblich aus zahlreichen Dokumenten hervorgeht, die den US-Behörden vorliegen. Auch die Staatsanwaltschaft in Braunschweig ermittelt gegen Martin Winterkorn, und zwar wegen Marktmanipulation, denn Winterkorn habe die Aktionäre, die durch den Skandal sehr viel Geld verloren haben, viel zu spät informiert.

Von nichts gewusst

Wie Winterkorn, so haben auch andere hochrangige VW-Manager vom Betrug nichts gewusst. Dummerweise sind auch die Handys von 23 Mitarbeitern entweder verschwunden oder der Speicher der Geräte wurde gelöscht. Jetzt haben die Behörden in den USA keinen Zugang mehr zu den wichtigen Informationen, wer wann bei VW über den Betrug Bescheid gewusst hat. Der Ärger der Amerikaner ist in diesem Fall sehr gut nachzuvollziehen.

Bild: © Depositphotos.com / blinow61

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.