News: Das Geldsystem verliert seinen Reiz » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Das Geldsystem verliert seinen Reiz

Es sollte ein tolles Rezept sein, was sich die Europäische Zentralbank da ausgedacht hat. Um die Wirtschaft anzukurbeln, wurden die Zinsen drastisch gesenkt und das billige Geld sollte so zu einer Art Stimulanz werden. Jetzt zeigt sich, dass dieses Rezept mehr und mehr seine Wirkung verliert und es stellt sich die berechtigte Frage, wie dieses ganze System einmal enden soll.

Alles hat seinen Preis

Bekanntlich hat alles seinen Preis und wirklich umsonst gibt es nichts, zumindest nicht auf Dauer. Diese Regel gilt auch oder sogar besonders für das Geld selbst, denn wenn man den Preis für das Geld, also die Zinsen, unter die Nullgrenze drückt, dann ist das nicht natürlich. Zu dieser Erkenntnis kommen jetzt auch immer mehr Finanzexperten, denn es sind die Zinsen, die die Nachfrage nach Geld erst ansteigen lassen. Wer für sein Geld nichts mehr bekommt, der verliert auch irgendwann die Freude daran, zu konsumieren, und genau das tritt jetzt offensichtlich ein.

Eine dauerhafte Einrichtung

Die Nullzinsen waren ursprünglich nur als eine Notmaßnahme gedacht, aber sie sind schon längst zu einer dauerhaften Einrichtung geworden. In früheren Zeiten wurden die Zinsen bewusst niedrig gehalten, wenn das Wachstum der Wirtschaft sehr schwach und die Zahl der Arbeitslosen sehr groß war. Aktuell sieht es jedoch anders aus, denn alleine in den USA ist die Arbeitslosenquote so niedrig wie vor Finanzkrise im Jahr 2008. Damals lag der Leitzins bei 5,25 %, heute sind es nur noch zwischen 0,5 und 0,75 % und von diesen Zahlen ist man in der Eurozone noch ein weites Stück entfernt.

Eine massive Kapitalflucht

Hatte man in Europa bedingt durch die niedrigen Zinsen darauf gehofft, dass die Menschen mehr Geld ausgeben würden. Aber das Gegenteil ist der Fall, die Menschen horten ihr Geld nach wie vor und es hat eine regelrechte Kapitalflucht eingesetzt, daher mehren sich jetzt auch die Berichte, dass es in den Steuerparadiesen weltweit sehr viel zu tun gibt.

Bild: © Depositphotos.com / viz-arch

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.