Wird der Bitcoin zur neuen Weltwährung?

Veröffentlicht: 4. Januar 2017 | 17:47 Uhr
Wird der Bitcoin zur neuen Weltwährung?

Überall auf der Welt verlieren die Menschen mehr und mehr das Vertrauen in ihre Währung und flüchten deshalb zum Internetgeld. Zum ersten Mal seit Jahren kostet der sogenannte Bitcoin mehr als 1000 Dollar, aber wer in diese virtuelle Währung investieren will, der sollte sich auch über die großen Gefahren dieses Investments im Klaren sein. Der Bitcoin ist längst mehr als nur eine Schattenwährung und je größer die Bemühungen der Notenbanken und Regierungen werden, die Ströme an Kapital zu regulieren und Banknoten einzustampfen, umso mehr gewinnt das digitale Geld an Bedeutung.

Die Bitcoin Kurse steigen

Die digitale Währung war lange Zeit eine Art Alternative zum realen Geld, jetzt sieht es allerdings danach aus, als würde diese Währung zu einem sicheren Hafen für viele Anleger werden. Es ist die große Angst vor möglichen Beschränkungen, die Konsumenten überall auf der Welt dazu verleitet, das bisher gewohnte Geld aus Papier in die unregulierte Währung des Bitcoin einzutauschen. Dieses Verhalten treibt die Kurse natürlich immer weiter nach oben. Erstmals seit drei Jahren ist der Bitcoin wieder mehr als 1000 US-Dollar wert und liegt mit einem Kurs von 1029 Dollar nur sehr knapp unter der bisherigen Höchstmarke von 1179 Dollar aus dem Jahr 2013. Seit mehr als einem Jahr hat sich der Wert der Internetwährung deutlich mehr als verdoppelt und allein in den letzten drei Monaten ging der Wert um 85 % nach oben.

Welche Rolle spielt China?

Nach Ansicht von Finanzexperten ist China für den gestiegenen Kurs verantwortlich, denn dort ist die digitale Währung besonders stark gefragt. Die chinesischen Investoren versuchen, ihr Vermögen durch den Kauf von Bitcoin zu schützen, was durch den stetigen Wertverlust der Landeswährung Yuan in großer Gefahr ist. Im vergangenen Jahr verlor der Yuan gut sieben Prozent, so viel wie in den letzten 20 Jahren nicht mehr. Dazu kommt, dass der Yuan nicht frei von Devisen konvertierbar ist, denn die Chinesen dürfen maximal einmal im Jahr eine bestimmte Summe der Landeswährung in Dollar umtauschen. Erlaubt sind 50.000 Dollar, aber es mehren sich die Anzeichen, dass die chinesische Regierung den Umtausch noch stärker als bisher überwachen will.

Ein beliebtes Schlupfloch

Das Volumen von 50.000 Dollar reicht vielen Unternehmern im Reich der Mitte nicht aus und sie haben mit dem Bitcoin eine Art Schlupfloch gefunden, um am Staat vorbei Geld transferieren zu können. Zunächst tauschen sie ihr Geld in die Alternativwährung aus dem Internet ein und schaffen das Geld dann auf eine Handelsplattform außerhalb des Landes, um sie dort wieder in Dollar einzutauschen. Rund 90 % des Handels mit der digitalen Währung findet aktuell in China statt und je mehr der Yuan an Wert verliert, umso beliebter wird die internationale Internetwährung. Das digitale Geld ist aber nicht nur in China sehr beliebt, auch in Indien, im bevölkerungsmäßig zweitgrößten Land der Welt, entwickeln die Menschen immer mehr eine Vorliebe für die Digitalwährung.

Indiens Probleme mit dem Geld

Indien hat große Probleme mit der Landeswährung Rupie, seit der Premierminister Narendra Modi in einer etwas übereilten Aktion eine Bargeldreform durchgesetzt hat. Praktisch über Nacht wurden die 500- und 1000-Rupien-Scheine aus dem Verkehr gezogen, und damit wurde der Wert der noch vorhandenen Scheine um die Hälfte reduziert, die großen Scheine sind ungültig. Ursprünglich war diese Aktion als eine Maßnahme gegen Korruption und Schwarzgeld gedacht, aber das größte soziale Experiment in Indien ging gründlich daneben. Die Inder hatten keine Chance mehr, Geld umzutauschen, die Ladenbesitzer klagen über massive Umsatzrückgänge und das hat zur Folge, dass die digitale Währung so beliebt wurde. In vielen Geschäften wird nur noch die virtuelle Währung akzeptiert und die Inder sind noch verrückter danach, seit ihre Regierung auch den Besitz von Gold in jeder Form beschränken möchte.

Bild: © Depositphotos.com / Makaule

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.