Großbritanniens Geldelite ist in Not

Veröffentlicht: 24. Januar 2017 | 20:08 Uhr
Großbritanniens Geldelite ist in Not

Der harte Brexit kommt und für die Banken in der Hauptstadt London heißt das, sie müssen sich über kurz oder lang eine neue Heimat suchen. In Frankfurt laufen bereits die Anfragen der großen Geldhäuser und Goldman Sachs hat in der deutschen Bankenmetropole vorsichtshalber schon mal Büros reservieren lassen. Aber nicht nur Frankfurt hat die große Chance, zur neuen Heimat der Londoner Banker zu werden, es gibt noch eine andere deutsche Stadt, die auf „Flüchtlinge“ aus Großbritannien hofft.

Die Tür fällt zu

Die britische Premierministerin Theresa May hat bei ihrer Grundsatzrede unmissverständlich klar gemacht, dass sie die Tür zur EU endgültig schließen will und das Großbritannien schon bald nicht mehr zum Binnenmarkt der Europäischen Gemeinschaft gehören wird. Für die Versicherungsgesellschaften, die Banken, aber auch für die vielen Anwaltskanzleien und Unternehmensberatungen, die weiter mit der EU zusammenarbeiten wollen, heißt das, sie müssen London verlassen und sich einen neuen Standort suchen. Nicht umsonst hat der Frankfurter Oberbürgermeister auf dem Weltwirtschaftsgipfel im schweizerischen Davos gleich zweimal zu einem Meeting gebeten, um für seine Stadt zu werben.

Die Späher sind unterwegs

Schon seit einigen Monaten sind Späher überall in Europa unterwegs. Sie sehen sich in Amsterdam, in Warschau, in Paris und in Dublin leer stehende Bürogebäude an, sie erkundigen sich nach Häusern, Wohnungen, Schulen und Kindergärten, aber sie interessieren sich besonders dafür, welche Anforderungen die jeweiligen Aufsichtsbehörden stellen, wenn es um eine Niederlassung geht. Auch die Makler in Frankfurt haben in diesen Tagen sehr viel zu tun, ebenso wie die Makler in Berlin, denn auch die Hauptstadt könnte zu einem sehr wichtigen Finanzplatz in Europa aufsteigen.

Die deutschen Behörden sehen genau hin

Die deutschen Aufsichtsbehörden wollen sehr genau hinsehen, wer aus Großbritannien nach Deutschland kommt. Sie wollen unter anderem darauf achten, dass Bereiche wie Risikomanagement und IT-Technik ebenfalls vor Ort sind, denn nur so kann vermieden werden, dass die Arbeit in Krisenzeiten nicht auf einmal von Landesgrenzen blockiert werden könnte. Ein paar Arbeitsplätze und Briefkästen reichen für den Standort Deutschland leider nicht aus.

Bild: © Depositphotos.com / gigra

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.

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