Crowdfarming – besser als Tagesgeld » Finanzen Heute

Crowdfarming – besser als Tagesgeld

Die Landwirtschaft versucht, immer nachhaltiger zu werden und zu diesem neuen Trend gesellt sich jetzt auch eine neue Form der Geldanlage – das sogenannte Crowdfarming. Die Verbraucher werden dabei quasi zu Adoptiveltern von Tieren und Pflanzen. Was diesen neuen Trend aber interessant macht, das sind die Renditen, die angeblich 80 Mal höher sein sollen als beim Klassiker Tagesgeld.

Viele unterschiedliche Konzepte

Eine Rinderfarm in Südamerika, eine Zitronenplantage in Portugal oder eine Apfelplantage in Niedersachsen – diese drei Objekte haben auf den ersten Blick nicht sehr viel gemeinsam, aber was drei landwirtschaftlichen Betriebe vereint, ist eine Idee – das Crowdfarming. Die landwirtschaftlichen Konzepte mögen vielleicht verschieden sein, aber sie wollen eines erreichen: Der Verbraucher soll seine Lebensmittel nicht mehr nur aus der anonymen Nahrungsmittelindustrie bekommen, sondern von einem Landwirt seines Vertrauens. Er soll wissen, welchen Namen das Rind hatte, dessen Steak er gerade isst und soll wissen, wer in der Finca wohnt, von der die Orangen stammen.

Ein einfaches Prinzip

Das Prinzip des Crowdfarming ist sehr einfach: Die Verbraucher adoptieren einen Apfelbaum und zahlen für diesen Baum im ersten Jahr zum Beispiel 80,- Euro, in den kommenden Jahren dann nur noch 60,- Euro plus Versandkosten. Für diese Investition bekommen sie dann die Ernte dieses Baumes, die meist um die 80 Kilogramm schwer ist. Durch das Crowdfarming werden die Verbraucher praktisch zu Bauern, sie überlassen die Landwirtschaft aber einem Profi. Die Idee des Crowdfarming nutzt beiden, dem Bauern vor Ort und auch dem Verbraucher. Es werden keine Massen mehr produziert, die anschließend auf dem Müll landen, denn es wird nur auf Bestellung geerntet, und zwar genau so viel, wie auch tatsächlich gegessen wird.

Crowdfarming ist vielseitig und genau das macht diese Form der Finanzierung so interessant. Der neue Trend eignet sich für alle, die eine gute Rendite machen wollen, aber auch für diejenigen, die einfach nur wissen wollen, woher ihr Obst, ihr Gemüse und auch ihr Fleisch herkommen. Wenn es um eine gute Rendite geht, dann sind die vielen Start-ups in diesem Bereich eine sehr gute Idee.

Bild: © Depositphotos.com / mihtiander


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Crowdfarming – besser als Tagesgeld
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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.