Die Einrichtungskette Butlers ist pleite

Die Einrichtungskette Butlers ist pleite

Die Einrichtungskette Butlers ist pleite – finanzen-heute.com

1999 gegründet, dauert die Erfolgsgeschichte der Einrichtungskette Butlers nur ganze 18 Jahre, denn jetzt steht das Unternehmen vor dem Aus. Was aus den Beschäftigen in den mehr als 100 Filialen in Deutschland, Großbritannien und der Schweiz wird, ist noch völlig ungewiss, fest steht nur, dass das Unternehmen beim zuständigen Amtsgericht in Köln einen Insolvenzantrag gestellt hat. Der Insolvenzverwalter erklärte, dieser Schritt habe das erklärte Ziel, Butlers nachhaltig zu sanieren und vor allen Dingen auch zu erhalten.

Neu positionieren

Die Insolvenz wird vonseiten des Unternehmens als eine Art Chance betrachtet, sich auf dem Markt und im Wettbewerb neu zu positionieren. Daher bleiben zunächst auch alle Filialen weiterhin geöffnet und auch im Onlineshop kann nach wie vor eingekauft werden. Der Butlers-Gründer Wilhelm Josten ist sehr zuversichtlich, dass sein Unternehmen auch in der Zukunft gute Chancen haben wird.

Der einstige Marktführer

1999 von Wilhelm Josten und Frank Holzapfel in Köln gegründet, wurde Butlers schnell zum Marktführer bei Wohnaccessoires, Geschenken, Kleinmöbeln und Dekorationsartikeln. Zuletzt lag der jährliche Umsatz von Butlers bei 95 Millionen Euro und in den Filialen sind aktuell über 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Alleine in Deutschland gibt es 94 Filialen der Kette, die restlichen Filialen verteilen sich auf die Schweiz, Österreich und Großbritannien.

Es lief nicht mehr rund

Lange Jahre lebte Butlers von der Freude der Kunden am Dekorieren, aber schon seit geraumer Zeit läuft es nicht mehr so rund wie gewohnt. Zwölf Millionen – so hoch war der Jahresfehlbetrag des Unternehmens im Jahre 2015 und als Ursache wurde der stetig steigende Konkurrenzdruck genannt. Stationäre Konkurrenz zum Beispiel von Ikea oder auch Depot, haben Butlers zuletzt immer mehr zu schaffen gemacht. Aber auch der starke US-Dollar, der jeden Einkauf verteuert, hat dem Konzern schwer zugesetzt. Butlers war offenbar nicht mehr in der Lage, die gestiegenen Kosten zeitnah an die Kunden weiterzugeben und auch das Geschäft im Internet lief nicht so gut, wie man es eigentlich erwartet hatte.

Bild: © Depositphotos.com / benedixs

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.