News: Droht Deutschland ein Handelskrieg mit den USA?

Veröffentlicht: 31. Januar 2017 | 12:27 Uhr
<span class=ns>News:</span> Droht Deutschland ein Handelskrieg mit den USA?

20 % – so viel sollen die Importe aus Mexiko in die USA kosten und mit diesem Strafzoll will Donald Trump die Milliarden Dollar zusammenbekommen, die er für den Bau der Grenzmauer zum südlichen Nachbarland benötigt. Weltweit sorgt das für Entsetzen, denn die Importgebühr könnte noch andere Staaten treffen unter anderem auch Deutschland. Steuern werden nur für die Importe aus Ländern erhoben, mit denen die USA ein Außenhandelsdefizit haben, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer und das betrifft auch die Bundesrepublik.

Ein echtes Horrorszenario

Mit Deutschland hatten die USA 2015 das zweithöchste Defizit und das bedeutet, es gab und gibt mehr Einfuhren als Ausfuhren. Die Summe beläuft sich aktuell auf 74,2 Milliarden Dollar, nur das Defizit mit China ist noch höher. Jetzt ist schon von einem Handelskrieg zwischen den USA und Deutschland die Rede und es wird ein wahres Horrorszenario beschrieben, was, wenn es schlimm kommen sollte, bis zu 1,6 Millionen Arbeitsplätze vernichten könnte.

Was sagt die WTO zu den Plänen der USA?

Die USA nutzen das Welthandelsregelwerk gerne mal zu ihrem Nutzen, denn bisher hat kein anderes Land so viele WTO-Klagen ins Rollen gebracht, wie die USA. Immer beschwert sich Amerika über eine Diskriminierung der US-Waren gegenüber anderen Ländern und selbst beim Wein macht man in den Vereinigten Staaten nicht Halt, sondern liegt im Krieg mit dem Nachbarn Kanada. Die USA könnten die WTO nach einer sechsmonatigen Kündigungsfrist verlassen und ein neues Freihandelsabkommen aushandeln, aber dann müsste man auf ein wichtiges funktionelles Mittel verzichten, wie zum Beispiel die Streitschlichtung. Die USA sind von den globalen Märkten abhängig, alleine von der Inlandsnachfrage kann auch in Amerika keiner leben.

Wie stark wäre Deutschland betroffen?

Es sind die deutschen Unternehmen, die in Mexiko für den Markt in den USA produzieren, die von einem Handelskrieg besonders stark betroffen wären. Das sind beispielsweise die großen Autohersteller wie VW, Audi oder BMW, die in Mexiko entweder schon produzieren oder in naher Zukunft dort Werke errichten wollen.

Bild: © Depositphotos.com / PromesaStudio

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Ulrike Dietz

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.