Amerikanische Unternehmen machen Front gegen Trump » Finanzen Heute

Amerikanische Unternehmen machen Front gegen Trump

Es scheint, als würde der neue amerikanische Präsident Donald Trump mit einem eisernen Besen kehren und dass alles, was sich ihm in den Weg stellt, weggefegt wird. Seine Kampfansagen gegen den Freihandel und seine immer heftiger werdenden Attacken gegen einige US-Konzerne waren aber offenbar des Guten zu viel, denn jetzt formiert sich Widerstand, das Einreiseverbot für Staatsangehörige aus sieben verschiedenen Ländern hat den Bogen überspannt.

Ist die Schonfrist abgelaufen?

Normalerweise geben die amerikanischen Unternehmen einem neuen Präsidenten eine Art Schonfrist, wenn er im Amt ist, aber die Schonfrist für Donald Trump ist jetzt schon abgelaufen. Lloyd Blankstein, der Chef von Goldman Sachs erklärte, dass die Politik des Präsidenten keine Politik ist, die er unterstützen möchte und er erkennt in Donald Trump ein „potenzielles Risiko“ für sein Unternehmen. Die Investment-Bank hat, wie andere amerikanische Geldhäuser auch, wichtige Kunden im Nahen Osten, die jetzt vom Einreiseverbot in die USA betroffen sind. Blankstein ist aber nicht der einzige Unternehmer, der mit dem neuen Präsidenten nicht einverstanden ist.

Auf Distanz zu Trump

Die Liste der Unternehmer, die mit der Politik von Trump nicht einverstanden sind, wird immer länger. Auf dieser Liste finden sich so bekannte Namen wie Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, Muhtar Kent, der Chef von Coca-Cola, Jeff Immelt von General Electric, der Twitter Boss Jack Dorsey, der Google Chef Sundar Pichai und auch Reed Hastings von Netflix, Mike Parker von Nike und Brad Smith aus dem Hause Microsoft gehen auf Distanz zum ersten Mann der USA. Auch Tim Cook, der Chef von Apple und Larry Fink von Blackrock sind sehr besorgt, denn sie alle sind auf ihre ausländischen Mitarbeiter angewiesen.

Der Wind kommt von vorne

Bislang war der neue Präsident nur der massiven Kritik aus dem Ausland ausgesetzt, jetzt kommt harsche Kritik auch aus dem eigenen Land. Dass sich selbst Goldman Sachs gegen Trump stellt, spricht Bände, denn nach seinem Wahlsieg stieg die Aktie der Bank um 30 % an und vier frühere Banker des Unternehmens sind in der neuen Regierung.

Bild: © Depositphotos.com / realinemedia


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.