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<span class=ns>News:</span> Der Mindestlohn gilt nicht für alle

Eigentlich müssten sich die Unternehmen und Firmen an den gesetzlichen Mindestlohn halten und ihren Angestellten für ihre Arbeit mindestens 8,84 Euro in der Stunde zahlen, aber die Betonung liegt hier auf dem Wort „eigentlich“. Nicht alle halten sich daran und besonders diejenigen, die als sogenannte Minijobber arbeiten, werden sehr oft mit deutlich weniger abgespeist. Mittlerweile ist jeder Fünfte dieser Minijobber betroffen, jeder Zweite bekommt weniger als 8,50 Euro Stundenlohn und manche arbeiten sogar für 5,50 Euro pro Stunde.

Nicht flächendeckend angewendet

Der Mindestlohn gilt bis auf wenige Ausnahmen für alle, aber nicht alle Arbeitgeber können oder wollen ihren Angestellten diesen Lohn auch tatsächlich zahlen. Laut einer aktuellen Studie haben im Jahr 2014 rund 60 % der Minijobber weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdient. Zwar ist diese Zahl dann auf 50 % gesunken, aber noch immer werden die Menschen, die in Minijobs arbeiten, um ihren gesetzlichen Lohn betrogen. Bei wie vielen, die eine 450-Euro-Stelle haben, die Lohnuntergrenze unterlaufen wird, steht allerdings nicht fest, aber Experten vermuten, dass es sich um Millionen von Menschen handelt, die zu wenig verdienen. In Deutschland arbeiten 7,4 Menschen in einem Minijob, fünf Millionen müssen dabei von diesem Geld leben, denn der Minijob ist ihre Haupttätigkeit.

Den Arbeitgeber melden

Viele Minijobber lassen sich beim Deutschen Gewerkschaftsbund beraten, wenn sie zu wenig verdienen, aber sie haben Angst, ihre Arbeitgeber zu melden, da sie dann eine Kündigung befürchten müssen. Der DGB rät allen, die zu wenig verdienen, ihre Arbeitszeit genau zu dokumentieren und diese Aufzeichnungen von Kollegen bezeugen zu lassen. Notfalls kann der Mindestlohn vor einem Arbeitsgericht eingeklagt werden und das gilt auch noch rückwirkend für die letzten drei Jahre. Die Gewerkschaften bieten zudem einen kostenlosen Rechtsschutz an, wenn der Arbeitnehmer Mitglied der Gewerkschaft ist. Der DGB verlangt jetzt mehr Kontrollen vor allem bei den Arbeitsverträgen, denn oftmals werden längere Arbeitszeiten vereinbart, die den Verdienst letztendlich unter die Grenze von 8,84 Euro in der Stunde drücken.

Bild: © Depositphotos.com / stadtratte

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.