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<span class=ns>News:</span> Die GLS Bank verlangt jetzt eine Mitgliedsgebühr

Die Banken müssen sich etwas einfallen lassen, um die sinkenden Einnahmen durch Zinsen wieder aufzufangen. Seit die Europäische Zentralbank die Nullzinspolitik ins Leben gerufen hat und von den Banken Strafzinsen in Höhe von 0,4 % verlangt, wird es immer schwerer, mit dem Geld auf den Konten der Kunden Geld zu verdienen. Einige Banken haben die Gebühren drastisch nach oben korrigiert, andere verlangen für ein kostenloses Konto einen hohen monatlichen Mindesteingang und wieder andere verlangen eine Mitgliedschaft, wie jetzt die GLS Bank.

Ein anderer Umgang mit Geld

Die GLS Bank ist eine sozial-ökologische Bank, die bevorzugt in nachhaltige Projekte investiert. Die Bank ist der Ansicht, dass nicht die Mehrung des Wohlstands im Zentrum des Handelns stehen sollte, sondern die bessere und gerechtere Verteilung des Gelds. Dazu ist es aber notwendig, einen anderen Umgang mit Geld zu lernen. Die GLS Bank, die 1974 von einem Anthroposophen gegründet wurde, geht beim Thema Gebühren ihren eigenen Weg und verlangt jetzt als erste Bank in Deutschland von ihren 210.000 Kunden eine jährliche Gebühr in Höhe von 60,- Euro. Zu diesen fünf Euro im Monat kommen dann aber noch die üblichen Gebühren, wie zum Beispiel die 3,80 Euro für die Führung des Kontos.

Es gibt Ausnahmen

Die GLS Bank zeigt aber auch Verständnis für diejenigen, die nicht so viel Geld haben. So zahlen Kunden, die noch keine 28 Jahre alt sind ebenso wie alle Geringverdiener nur zwölf Euro im Jahr an Mitgliedsgebühr. Beschlossen wurde die Gebühr auf einer Generalversammlung, wo sich 80 % der Anwesenden dafür ausgesprochen haben. Allerdings gibt es 46.000 Mitglieder, aber an der Versammlung haben nur 1500 Genossen teilgenommen.

Keine Proteste

Die neue Regelung gilt seit Jahresbeginn und bislang gab es weder Proteste noch eine gestiegene Zahl an Kündigungen. Weniger als ein Prozent, also rund 1000 Kunden haben die Bank allerdings verlassen, weil sie nicht bereit waren, die 60,- Euro pro Jahr zu bezahlen. Auf der anderen Seite gibt es viele neue Kunden, die seit der Gebührenverordnung dazu gekommen sind.

Bild: © Depositphotos.com / pixpack

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.