Die Mauersteuer kommt und nicht nur die USA müssen zahlen » Finanzen Heute

Die Mauersteuer kommt und nicht nur die USA müssen zahlen

Donald Trump will bekanntlich eine Mauer zum Nachbarland Mexiko bauen und die Baukosten sollen durch eine spezielle Steuer eingenommen werden. Der US-Präsident plant eine Steuer, die nicht nur die USA treffen könnte. In der vergangenen Woche hat Trump den Bau der Mauer angeordnet und vor allem die Mexikaner sollen sie durch eine Grenzausgleichssteuer finanzieren.

Steuer auf Gewinne

Es könnte sein, dass man in den USA in Zukunft keine Unternehmenssteuer in Höhe von 35 % mehr zahlen muss, stattdessen wird es die Grenzausgleichssteuer geben. Dieser Vorschlag stammt von Paul Ryan, dem Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus und Kevin Brady, dem Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, der als sehr einflussreich gilt. Demnach sollen Gewinne, die Unternehmen erwirtschaften, was die Steuer angeht, ganz unterschiedlich behandelt werden, entscheidend ist immer, wo diese Gewinne erwirtschaftet wurden.

Ein cleverer Schachzug

Wenn Unternehmen mit Exporten im Ausland Gewinne machen, dann sollen sie vom US-Fiskus nicht mehr besteuert werden, aber die Unternehmen können die Kosten für die Güter, die eingeführt werden, bei der Steuer nicht mehr geltend machen. Gewinne, die in den USA erzielt wurden, werden dann allerdings besteuert, und zwar mit 20 %. Mit dieser Form der Besteuerung würden die USA ihre Steuereinnahmen nicht nur generieren, sie würde auch Anreize schaffen, wieder mehr Produkte in den USA zu entwickeln und sie dort auch zu produzieren.

Gewinne bleiben in der Heimat

Bekannte amerikanische Unternehmen wie Google, Amazon, Facebook oder Apple horten mittlerweile 2,5 Billionen Euro, aber nicht auf Konten in den USA, sondern im Ausland und diese enorme Summe ist für die amerikanische Steuerbehörde unerreichbar. Kommt das neue Steuermodell, dann würde der Standort des Unternehmens keine Rolle mehr spielen, die Gewinne müssen ausschließlich in den USA versteuert werden. So müsste zum Beispiel auch Apple das in China gefertigte und in den USA verkaufte iPhone, mit 20 % versteuern. Auf diese Weise könnte es dem Präsidenten vielleicht sogar mühelos gelingen, seine Mauer nach Mexiko zu erbauen.

Bild: © Depositphotos.com / flydragon


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.