News: Peugeot übernimmt Opel – wie sicher sind die Arbeitsplätze? » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Peugeot übernimmt Opel – wie sicher sind die Arbeitsplätze?

Unverhofft kommt bekanntlich oft und das gilt auch für die Nachricht, dass Peugeot Opel übernimmt. Die Politik wurde von diesem Handel eiskalt erwischt und zusammen mit den Arbeitnehmern der Opel-Werke wird dieses Geschäft heftig kritisiert. Wie immer in diesen Situationen, pochen die Politiker auf den Erhalt der Werke und vor allem der zahlreichen Arbeitsplätze, aber wie sicher die Jobs bei Opel jetzt noch sind, das weiß keiner zu sagen.

Vorbehaltlos prüfen

Völlig überrascht war der Opel-Betriebsrat von den Verhandlungen zwischen General Motors und dem französischen Unternehmen und man sieht darin eine „beispiellose Verletzung sämtlicher deutscher und europäischer Mitbestimmungsrechte“. Man werde den Verkauf an Peugeot vorbehaltlos prüfen. Kritik kam auch vonseiten der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), denn die Gespräche sind ohne jegliche Rücksprache mit der hessischen Landesregierung und dem Betriebsrat geführt worden, was nicht akzeptabel ist.

Auch die Bundesregierung war nicht informiert

Die Verhandlungen zwischen dem Opel-Mutterkonzern General Motors und dem französischen Autobauer müssen sehr geheim gewesen sein, denn nicht einmal die Bundesregierung war darüber informiert. GM stehe jetzt in der Verantwortung, das Entwicklungszentrum in Deutschland zu belassen und die Landeschefs von Rheinland-Pfalz und Hessen Manu Dreyer (SPD) und Volker Bouffier (CDU), machen sich für die Arbeitsplätze an ihren Standorten stark. Bouffier betonte, dass es keine Rolle spielt, wo der Eigentümer sitzt, es ist entscheidend, was in Deutschland passiert.

Sind Arbeitsplätze gefährdet?

Vor allem in Hessen ist man über den Verkauf erbost, denn das Land hatte erst 2009 mit 500 Millionen Euro geholfen, damit der Opel-Standort erhalten bleiben konnte. Jetzt steigt die Sorge um die Arbeitsplätze, denn beide Hersteller, sowohl Opel als auch Peugeot sind überwiegend in Europa aktiv und beide haben deutliche Überkapazitäten, die stark abgebaut werden müssten, wenn es zu einer Übernahme kommt. Das macht die Standorte in Deutschland besonders unsicher. Es ist eher unwahrscheinlich, dass diese Standorte den Verkauf überstehen werden. Bei GM sieht man das ein wenig anders, denn dort ist man der Meinung, dass beide Unternehmen von einer Übernahme profitieren können.

Bild: © Depositphotos.com / sserdarbasak

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.