Der Opel-Deal steht und 6000 Arbeitsplätze sind in Gefahr » Finanzen Heute

Der Opel-Deal steht und 6000 Arbeitsplätze sind in Gefahr

In drei Wochen, so schätzen Experten, wird der Deal zwischen Peugeot und Opel in trockenen Tüchern sein und mit diesem Verkauf könnten bis zu 6000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Vielleicht geht auch alles sehr viel schneller, denn angeblich will der französische Konzern PSA, zu dem auch Peugeot gehört, schon am nächsten Donnerstag seine Bilanzen vorlegen. Dann müssen nur noch die Aufsichtsräte der beiden Konzerne zustimmen und einem Verkauf von Opel steht nichts mehr im Wege.

Deutschland drängt auf Standortsicherung

Die deutsche Regierung ist von dem Verkauf überrascht worden und auch die Belegschaft von Opel in Deutschland wurde erst in der vergangenen Woche darüber informiert, dass die PSA Gruppe die General Motors Tochter Opel schlucken will. Jetzt ist man in Deutschland alarmiert und schon am Donnerstag will die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz nach Frankreich reisen. Von deutscher Seite will man auf eine Standortsicherung pochen und eine Garantie bekommen, dass bis mindestens 2020 die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Die Franzosen wollen die Kosten senken

Die Franzosen müssen sparen, wenn sie rentabel arbeiten wollen und das heißt, sie müssen eine Kostenersparnis von mindestens 500 Millionen Euro realisieren. Das bedeutet, dass 6250 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen und eventuell ganze Werke geschlossen werden müssen. Gut sind die Geschäfte in den vergangenen Jahren nicht mehr gelaufen, alleine im letzten Jahr wurde ein Minus von 257 Millionen Euro gemacht. Auch die Lage von Opel, bedingt durch den Wegfall des britischen Marktes, wird sich sehr wahrscheinlich nicht zum Positiven entwickeln. Daher müssen Stellen gestrichen werden, um wieder in die Gewinnzone zu kommen.

Peugeot ist auf einem guten Weg

Peugeot ist auf einem sehr guten Weg, Opel hingegen nicht. Das betrifft auch die Grenzwerte beim Ausstoß von CO2, der ab 2020 nur noch bei 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer liegen darf. Die Autos von Opel haben jedoch einen Wert von 128 Gramm, die Franzosen müssen also eine Menge Geld investieren, um Opel sauberer zu machen.

Bild: © Depositphotos.com / blinow61


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.