Managergehälter bei VW – die neuen Tricks für weitere Millionen

Managergehälter bei VW – die neuen Tricks für weitere Millionen

Managergehälter bei VW – die neuen Tricks für weitere Millionen – finanzen-heute.com

Es sind Milliarden, die der Abgasskandal VW kosten wird, aber es nicht nur die Kosten, die dem Unternehmen zu schaffen machen. Auch das Image ist schwer angeschlagen und um die Wogen nach außen hin ein wenig zu glätten, haben die Vorstände jetzt beschlossen, weniger zu verdienen. Was nach einem noblen Verzicht klingt, das ist jedoch nur ein Trick, denn nach den Ruhestandsgehältern der Manager fragt keiner.

Eine hitzige Debatte

Die Debatte um die hohen Gehälter der VW Vorstände wurde durch Christine Hohmann-Dennhardt so richtig eingeheizt. In ihrer Position als Vorstand für Recht und Integrität war Frau Hohmann-Dennhardt nur ganze 13 Monate, aber sie kassierte für diese kurze Zeit eine Abfindung von zwölf Millionen Euro. Als die Stimmen der Kritiker immer lauter wurden, entschloss man sich bei VW, etwas zu unternehmen, aber die Pläne, die Gehälter der Vorstände zu kürzen, wurden nicht ohne Widerspruch hingenommen. Kaum jemand war damit einverstanden, dass es „nur“ noch zehn Millionen Euro geben sollte, aber als der IG-Metall-Boss Jörg Hofmann damit drohte, die Namen der Manager öffentlich zu machen, die sich gegen die Begrenzung ausgesprochen haben, knickten die Mitglieder des Vorstands schließlich ein.

Sie müssen etwas länger warten

Wer jetzt denkt, dass bei VW die Bescheidenheit eingezogen ist, der irrt sich gewaltig. Die Vorstände denken mitnichten daran, auf ihre Millionen zu verzichten, denn die Pensionen werden um ca. die Hälfte ansteigen. Das passiert aber nicht von jetzt auf gleich, die Herren werden etwas länger warten müssen. Immer noch regen sich viele Menschen darüber auf, dass Martin Winterkorn, der frühere Vorstandschef von VW, gut 3100 Euro am Tag als Ruhegehalt bekommt. Es ist jetzt jedoch schon beschlossene Sache, dass sein Nachfolger Matthias Müller ebenso viel bekommen wird. Die Pensionen werden nach dem Fixgehalt berechnet und daher steigen die Bezüge von Matthias Müller von aktuell 1,6 Millionen Euro auf knapp 2,125 Millionen Euro pro Jahr, was einem satten Plus von 33 % oder 3260,27 Euro am Tag entspricht.

Bild: © Depositphotos.com / zestmarina

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.