Mario Draghi ist mit der Inflationsrate nicht zufrieden

Mario Draghi ist mit der Inflationsrate nicht zufrieden

Mario Draghi ist mit der Inflationsrate nicht zufrieden – finanzen-heute.com

Die Inflation in der Euro-Zone steigt spürbar an, aber das hält die Europäische Zentralbank nicht davon ab, weiter Staatsanleihen im großen Stil zu kaufen. In den USA sieht es etwas anders aus, denn dort wird noch in dieser Woche aufgrund der starken Konjunktur eine Erhöhung der Zinsen erwartet. Mario Draghi will an seiner lockeren Geldpolitik mit aller Macht festhalten und das trotz der spürbar gestiegenen Preise für die Verbraucher. Als Preistreiber gilt vor allem der Ölpreis, denn gegenüber dem vorigen Jahr ist der Preis für ein Barrel Rohöl um fast das Doppelte angestiegen.

Neue Maßnahmen?

Die EZB mit ihrem Chef Mario Draghi lässt sich weder von den großen Schwankungen am Energiemarkt noch von den Wunschvorstellungen der Politiker in den EU-Staaten beirren, sie hält an ihrem Ziel fest. Bis Ende 2017 soll die Inflationsrate bei zwei Prozent liegen und erst, wenn diese Grenze überschritten wird, dann wird sich die EZB vielleicht zu neuen Maßnahmen durchringen können. Immerhin, ab April wird das Volumen der Ankäufe von Staatsanleihen von 80 auf 60 Milliarden Euro reduziert, aber ob es auch zu einer Anhebung der Zinsen kommt, das steht weiterhin in den Sternen.

Die Politik fordert ein Umdenken

Aktuell liegen die Leitzinsen nach wie vor bei null Prozent und die Forderungen der Politik, die Zinsen endlich wieder zu erhöhen, werden immer lauter. In den vergangenen Jahren entgingen nur den deutschen Sparern 37 Milliarden Euro an Erträgen und es macht sich vor allem im Wahlkampf nicht sonderlich gut, wenn klar wird, dass Politiker kein Mittel gegen die unsinnige Geldpolitik der EZB haben. Auch aus der Versicherungsbranche werden die Klagen lauter, denn es ist kaum noch möglich, die Verzinsung auf Kapitallebensversicherungen aufrecht zu halten. Freuen können sich nur diejenigen, die einen Kredit benötigen, denn billiger werden sie wahrscheinlich nicht mehr an Geld kommen. Immer mehr Menschen nutzen daher die niedrigen Zinsen und erfüllen sich den Traum vom eigenen Haus. Es sind die Immobilien, die mehr Steuern in die Staatskasse, aber leider nicht auf die Sparbücher der Bürger gespült haben.

Bild: © Depositphotos.com / garagestock

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.