News: Die Volksbanken haben Zweifel, ob der Euro bleibt » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Die Volksbanken haben Zweifel, ob der Euro bleibt

Als erste Bank in Deutschland stellen die Volks- und Raiffeisenbanken den Fortbestand des Euros infrage. Sie sind mit Mario Draghi, dem Chef der EZB, unzufrieden und sie sehen die fehlende Modernisierung der Mittelmeerländer als einen der größten Stolpersteine für die Gemeinschaftswährung. Damit gewinnt die stetige Kritik an der Zinspolitik der EZB deutlich an Schärfe und der Ruf nach einer Korrektur der Niedrigzinspolitik wird immer lauter.

Die Unterschiede sind zu groß

Nach Ansicht der zweitgrößten Bankengruppe in Deutschland sind die Unterschiede zwischen den Ländern in der Euro-Zone zu groß. Das macht die Geldpolitik zwischen den einzelnen Ländern ungerecht und zahlt sich letztendlich für die anpassungsfähigen Wechselkurse nicht aus. Wenn dieses Problem nicht behoben wird, dann hat der Euro nach Ansicht der Volksbanken keine Zukunft. Zudem sind auch Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Italien, denen es einfach nicht gelingt, ihre Wirtschaft zu modernisieren, eine große Gefahr für den Euro.

Die Volksbank drückt die Kostenbremse

Den Banken in Deutschland gefallen die von der EZB befohlenen niedrigen Zinsen gar nicht, denn sie schmälern die Gewinne. Auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken macht sich das bemerkbar, denn der Zinsüberschuss sank um 3,5 % auf 16,5 Milliarden Euro. Die Einnahmen durch Provisionen haben ebenfalls gelitten, denn sie stagnieren auch trotz höherer Kontogebühren weiter. Um diesem Problem zu begegnen, drücken die Volksbanken auf die Kostenbremse. So sank die Zahl der Mitarbeiter auf 151.550, es mussten Filialen geschlossen werden und die Banken fusionierten, zudem sank die Zahl der Banken unter der Marke Volks- und Raiffeisenbanken zum ersten Mal unter 1000. Im Vergleich dazu waren es am Anfang des Jahrtausends noch 2000 Filialen.

Ein Trend, der sich fortsetzt

Bei der Volksbank sieht man in naher Zukunft keine Veränderung in Sachen Zinsen und das bedeutet, die Banken müssen weiter mit dem großen Druck leben. Auch die Kunden müssen diesen Weg mitgehen, denn das Filialnetz wird weiter schrumpfen. Heute sind es nur noch 11.787 Filialen deutschlandweit, aber bis zum Ende des Jahres werden weitere 400 bis 500 Geschäftsstellen ihre Pforten schließen müssen.

Bild: © Depositphotos.com / julos

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  • tarifvertrag volks und raiffeisenbanken 2017

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.