Neue Energielabel sollen beim Sparen helfen

Neue Energielabel sollen beim Sparen helfen

Neue Energielabel sollen beim Sparen helfen – finanzen-heute.com

Wer heute eine neue Waschmaschine oder einen Geschirrspüler kaufen möchte, der kann nicht zwischen einem guten und einem schlechten Gerät wählen, sondern nur zwischen gut und sehr gut. Die Geräte sind mit A+ oder mit A++ gekennzeichnet und wenn es um ein Gerät der Superlative geht, dann gibt es auch schon mal ein A+++. Diese Energielabel sollten dem Kunden sagen, je mehr Plus hinter dem A zu finden sind, umso mehr Energie kann mit diesem Gerät gespart werden. Diese Energielabel sollten jedoch nach dem Willen der EU schon bald der Vergangenheit angehören, denn in Zukunft gibt es nur noch Label zwischen A und G.

Zu kompliziert

Es war ein etwas kompliziertes System, nach dem die Energielabel in der Vergangenheit aufgelistet waren und um dieses System zu reformieren, hat sich die EU richtig viel Zeit genommen. Es waren lange und auch zähe Verhandlungen, aber am Ende wurde doch eine Einigung erzielt, wie die Stromeffizienz bei Elektrogeräten in der Zukunft ausgewiesen werden. Nicht nur die Wirtschaft soll von der Skala A bis G profitieren, auch für den Kunden soll jetzt alles ganz einfach werden, für sie soll es so noch einfacher werden, bares Geld zu sparen. So ist A in Zukunft die beste Note, wenn es um die Energieeffizienz geht und G ist demnach die schlechteste Note, mit der sich kaum Geld sparen lässt.

Ist die Änderung notwendig?

Streng genommen ist die Industrie das Opfer des eigenen Erfolgs geworden, denn das Energielabel sollte auf europäischer Ebene schon 1995 mit der Skala von A bis G eingeführt werden. Aber so weit kam es nicht, denn die EU hat immer wieder noch strengere Vorgaben erlassen. So wurde im Laufe der Jahre eine Energieklasse nach der anderen wieder abgeschafft und mit dem Pluszeichen endlich eine neue Kategorie geschaffen. Für den Kunden hingegen wurde alles nur noch unübersichtlicher. Die Änderung der Energielabel war notwendig, denn laut der Europäischen Kommission schauen 85 % der Verbraucher beim Kauf auf die Stromeffizienz bei Elektrogeräten. Mit der Neuregelung der Energielabel kann eine Familie jetzt bis zu sagenhaften 15,- Euro im Jahr an Strom sparen.

Für welche Geräte gelten die neuen Energielabel?

Es sind elf Produktgruppen, die von den neuen Vorschriften für Energieeffizienz betroffen sind. Dazu gehören unter anderem:

  • Staubsauger
  • Kühlschränke
  • Geschirrspüler
  • Waschmaschinen
  • Klimaanlagen
  • Lampen
  • Fernseher
  • Leuchten
  • Haushaltskochgeräte
  • Wäschetrockner
  • Lüftungsanlagen

Das Ziel, was die EU mit den neuen Vorschriften verfolgt, ist klar definiert, denn bis zum Jahre 2030 soll die Energieeffizienz um mindestens 27 %, noch besser wären aber 30 % gesteigert werden. Das würde dem Energieverbrauch von Italien und der drei baltischen Staaten Lettland, Litauen und Estland entsprechen.

Wann treten die Änderungen in Kraft?

Wenn die formale Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten und des Parlaments vorliegt, dann kann die neue Regelung auch in Kraft treten. Ab 2020 gelten die neuen Regeln bereits für Kühlschränke, Lampen und Fernseher. Andere Geräte, wie zum Beispiel Staubsauger kommen erst später dazu, Heizungen und Boiler, die erst seit zwei Jahren ein eigenes Label haben, bekommen ihre neue Auszeichnung erst 2030. Warum die Neuregelung so lange gedauert hat, lag auch an der Pflicht der Hersteller, alle wichtigen technischen Daten in einer Datenbank zu hinterlegen. Das soll in Zukunft anders werden, denn selbst wenn es nach wie vor rechtliche Bedenken gibt, wird es eine zentrale Datenbank geben, die der Marktaufsicht dient. Die zuständige Kommission in der EU schätzt, dass zwischen zehn und 25 % der Produkte, die auf dem Markt sind, nicht den Regeln entsprechen. Jetzt müssen die Hersteller die technischen Einzelheiten hinterlegen, damit die Marktaufsichtsbehörden sie in der Zukunft schneller und einfacher kontrollieren können.

Bild: © Depositphotos.com / grki

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.