Keine Vorteile für die Briten

Keine Vorteile für die Briten

Es wird der erste Sondergipfel ohne Großbritannien sein, wenn die Staats- und Regierungschefs der EU zusammensitzen. Man will die Briten nicht dabei haben, denn es geht schließlich um den Brexit und um die Leitlinien, die für den Austritt Großbritanniens beschlossen werden. Umsonst ist hier nichts, hat der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble im Vorfeld verlauten lassen und die Briten müssen wissen, was auf sie zukommt, wenn sie kein Mitglied der großen EU-Familie mehr sind.

Die Briten sollen bezahlen

Wolfgang Schäuble will hart bleiben und hat schon mal verkündet, dass die Briten für ihren Austritt nicht belohnt werden, im Gegenteil, sie sollen ihren noch ausstehenden Verpflichtungen gegenüber der EU nachkommen, denn nichts ist umsonst und die Briten sollen gefälligst bezahlen. Schäuble will auch, dass Deutschland nach dem Austritt der Briten nicht mehr Geld an die EU bezahlen muss als bisher. Das Geld muss eben reichen und wenn es ein wenig effizienter ausgegeben wird, dann sollte das auch kein Problem sein. Nach Schäubles Meinung ist da noch sehr viel Luft nach oben.

Alle sollen profitieren

Die Gelder der EU sollen ausschließlich für Aufgaben verwendet werden, die Europa als Ganzes stärken. Wenn einer der Staaten etwas Besonderes haben möchte, dann soll er auch selbst dafür bezahlen. Das gilt im besonderen Maße für Großbritannien, das sich entschlossen hat, die Europäische Gemeinschaft zu verlassen. Die Briten sollen für diesen Alleingang jetzt auch alleine und ohne die Unterstützung durch die anderen Staaten aufkommen. Die EU fordert einen geordneten Austritt aus der Gemeinschaft, aber man bereitet sich auch darauf vor, dass die Gespräche mit den Briten scheitern können. Zwei Jahre sollen die Austrittsgespräche dauern und vonseiten der EU hat es den Anschein, als wären das komplexe Vorgehen und die rigiden Regeln, die den Austritt der Briten begleiten, eine Art Warnsignal für andere Staaten. Wer mit dem Austritt aus der Europäischen Gemeinschaft liebäugelt, der soll sich das Beispiel Großbritannien ansehen und wird es sich dann vielleicht noch einmal sehr genau überlegen.

Bild: © Depositphotos.com / Ruletkka


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Keine Vorteile für die Briten
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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.