Die Rundfunkgebühren steigen

Die Rundfunkgebühren steigen

Die Rundfunkgebühren steigen – finanzen-heute.com

Aktuell sind es 17,50 Euro im Monat, die jeder Deutsche an die GEZ bezahlen muss und es gibt kaum eine „Steuer“, die unbeliebter ist als diese Zwangsabgabe. Die Rundfunkgebühr wird wahrscheinlich sehr bald noch viel unbeliebter werden, denn sie wird um mehr als einen Euro teurer. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten, kurz KEF, kann zwar noch keine genauen Zahlen nennen, aber es steht fest, dass es nicht bei den 17,50 Euro bleiben wird.

Neue Medien kosten Geld

Die Kosten steigen und das bringt nach Aussagen des KEF die Beitragsstabilität ins Wanken. Es sind die neuen Techniken, die viel Geld kosten und auch eine geplante Ausdehnung der Mediatheken ist nicht für kleines Geld zu haben. Das Gleiche gilt auch für die sogenannten Telemedien, die ebenfalls finanziert werden müssen und das funktioniert eben nur durch eine Gebührenerhöhung in „ungewohnter Größenordnung“. Es ist vor allem die ARD, die offenbar mit dem Geld nicht auskommt und eine dauerhafte Festschreibung der Gebühren für „nicht realistisch“ hält.

Tiefgreifende Veränderungsprozesse

Die Rundanstalten der Länder planen „tief greifende Veränderungsprozesse“ und das in den kommenden zehn Jahren. So sollen das Fernsehen, der Hörfunk und das Internet immer enger miteinander verknüpft werden, was dann zu einer Gebührenerhöhung führt, die 2025 voraussichtlich bei knapp 20,- Euro im Monat liegen soll. Ein Schwerpunkt sind die Mediatheken, hier ist zum Beispiel geplant, dass sportliche Großveranstaltungen wie die Spiele der Fußballbundesliga bis zu 30 Tage nach der Ausstrahlung in den Mediatheken zur Verfügung stehen sollen. Das Gleiche ist auch für Serien und Spielfilme geplant. Bislang werden die meisten Sendungen schon eine Woche nach der Ausstrahlung wieder aus den Mediatheken gelöscht.

Die Länder wollen die Preise stabil halten

Auch eine Arbeitsgruppe der Bundesländer hat sich mit der Optimierung der Strukturen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten beschäftigt und die Sender aufgefordert, nach bezahlbaren Lösungen zu suchen. Die Ministerpräsidenten wollen erreichen, dass die Rundfunkgebühren stabil bleiben, denn sie haben Angst, Wähler zu verlieren, wenn die so ungeliebte Rundfunkgebühr immer weiter steigt.

Bild: © Depositphotos.com / boggy22

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.