News: Die Börse boomt – Apple ist mehr wert als Holland

Veröffentlicht: 8. Mai 2017 | 13:40 Uhr
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Die Börse ist wie im Rausch, die Kurse steigen und steigen, viele Unternehmen können nicht mehr übernommen werden, weil sie einfach zu teuer sind, aber die Gefahren sind stets präsent. Auch der deutsche Aktienindex Dax hat erneut ein Allzeithoch erreicht und schoss mit sagenhaften 12.700 Punkten durch die Decke. Das ist ein Plus von knapp zehn Prozent, aber andere Börsenbarometer haben sogar noch mehr geschafft.

Was die Investoren beflügelt

Der EuroStoxx 50, der die 50 größten Unternehmen in Europa umfasst, ist seit dem 1. Januar um mehr als zehn Prozent nach oben geklettert und auch die französischen Aktien können sich sehen lassen, denn sie gewannen über elf Prozent. In Frankreich lässt sich die beachtliche Rallye mit dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahl begründen, denn die Aussicht darauf, dass der ehemalige Investmentbanker und EU-freundliche Kandidat Emmanuel Macron das Rennen machen könnte, beflügelt die Investoren. Wenn Macron tatsächlich siegen sollte, dann ist ein neuer Preissprung wohl nicht mehr drin, denn schon jetzt ist das Niveau extrem hoch. Interessant wird es erst, wenn Marine Le Pen die Wahl gewinnt und wie die Börsen dann reagieren.

Viele Unternehmen sind zu teuer

72,9 Billionen Dollar – so viel sind die Unternehmen heute wert, die an der Börse notiert sind, und das liegt sehr knapp unter dem Allzeithoch vom Juni 2015, als die börsennotierten Unternehmen 73,3 Billionen Dollar wert waren. Allerdings ist auch der Dollar in dieser Zeitspanne deutlich angestiegen, und wenn man den Wechselkurs von 2015 zugrunde legt, dann wäre der Rekord schon lange gefallen. Der Wert aller dieser Aktien entspricht damit dem Wert, den die Menschheit im Laufe eines einzigen Jahres erwirtschaftet hat, denn das Bruttoinlandsprodukt beträgt nach einer Rechnung des Internationalen Währungsfonds IWF, 78 Billionen Dollar. Den größten Teil des Marktes halten nach wie vor die USA, alleine hier liegt der Gesamtwert der notierten Aktien bei 26,7 Billionen Dollar, dann folgt Europa mit 14,8 Billionen Dollar und Deutschland bringt es immerhin noch auf 2,1 Billionen Dollar.

Niemand könnte aktuell noch ein komplettes Unternehmen kaufen. Wer sich zum Beispiel für Apple interessiert, der müsste 770 Milliarden Dollar locker machen, was dem Bruttosozialprodukt der Niederlande entspricht. 17 Millionen Niederländer müssten damit alles zusammenlegen, was sie in einem Jahr erwirtschaften und könnten dann Apple erwerben.

Bild: © Depositphotos.com / hywardscs

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Ulrike Dietz

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.