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<span class=ns>News:</span> Kampfzone Supermarkt – wie Hersteller und Händler die Preise aushandeln

Welches Produkt hat seinen großen Auftritt im Supermarkt und wo wird dieses Produkt stehen? In den Verhandlungen zwischen den Händlern und den Herstellern, die einmal im Jahr stattfinden, wird heftig um diese Punkte gestritten. Beide Parteien haben, was den Preis der Produkte angeht, sehr unterschiedliche Vorstellungen und die Zusammenkünfte haben einen ganz speziellen Ruf.

Wenn der Streit eskaliert

Bei den Treffen zwischen den Händlern und den Herstellern fliegen nicht selten die Fetzen, es werden derbe Kraftausdrücke benutzt und es fließen sogar Tränen. Trotzdem einigt man sich immer irgendwie und jeder macht, trotz der Diskrepanzen, seinen Schnitt. Ab und zu kommt es aber vor, dass ein Streit eskaliert und der Verbraucher am Ende der Dumme ist. Aktuell tobt ein solcher Streit zwischen Edeka und dem Süßwarenhersteller Mars. Gestritten wird um die Lieferbedingungen und die Vermarktungskonzepte von Mars, Snickers, Whiskas, Miracoli, Uncle Ben’s und Frolic. Da man sich nicht einig wird, hat Edeka einige der Artikel des Herstellers kurzerhand aus seinen Regalen verbannt.

Edekas Rache

Wer bei Edeka einen Marsriegel kaufen möchte, der wird statt der Süßigkeit einen Zettel am Regal finden, auf dem zu lesen ist: „Aktuell sind nicht alle Produkte der Firma Mars GmbH verfügbar. Diese ist nicht gewillt, uns zu Preisen zu beliefern, die es uns ermöglichen, Ihnen das Sortiment von Mars zu einem angemessenen Preis anzubieten“. Für Edeka sind die Positionen festgefahren und das Unternehmen sah keine andere Möglichkeit mehr, als die Produkte von Mars aus den Regalen zu nehmen. Wie die Geschichte ausgeht, das liegt jetzt beim Kunden, denn er entscheidet, ob er dem Hersteller oder Edeka die Treue hält, Experten gehen aber davon aus, dass Mars am längeren Hebel sitzt.

Der Kampf ums Bier

Es wird nicht nur um Tierfutter, Spaghetti und Süßigkeiten gestritten, auch beim Bier liegen Händler und Hersteller im Clinch. So bietet Kaufland schon seit mehreren Jahren kein Bier von Krombacher mehr an, auch wenn die größte deutsche Biermarke immer wieder beteuert, dass man gesprächsbereit ist. Beim Bier haben die Supermärkte die Nase vorn, denn die Kunden kaufen gerne Sonderangebote und sie hängen nicht an bestimmten Biersorten, sondern kaufen das, was gerade günstig angeboten wird.

Bild: © Depositphotos.com / payphoto

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.