Droht jetzt doch eine Immobilienblase?

Droht jetzt doch eine Immobilienblase?

Droht jetzt doch eine Immobilienblase? – finanzen-heute.com

Die Wohnungspreise sind in Deutschland sehr stark gestiegen und das macht dem Internationalen Währungsfonds IWF große Sorgen. Es hat den Anschein, als wäre der Immobilienmarkt an einigen Orten bereits heiß gelaufen und wenn jetzt die Zinsen steigen würden, dann könnte das sehr böse Folgen haben. Der IWF befürchtet, dass sich der deutsche Immobilienmarkt überhitzt und dass sich viele, die ein Haus bauen oder kaufen wollen, zu hoch verschulden werden.

Der Markt muss beobachtet werden

Durch die stetig steigenden Preise auf dem Immobilienmarkt muss die Entwicklung des Marktes für Hypotheken sehr genau beobachtet werden, vor allem dort, wo der Markt bereits stark überhitzt ist. Der IWF sieht aber auch die Politik in der Pflicht und fordert die Regierung auf, den Anstieg der Preise endlich zu bremsen. Die Regierung könnte zum Beispiel die örtlichen Verwaltungen dazu auffordern, die Bauvorschriften zu lockern, um auch höhere Wohnhäuser möglich zu machen. Dem Markt käme auch zugute, wenn es einfacher wäre, Bauland auszuweisen.

Die Verschuldungen steigen

Der Internationale Währungsfonds ist der Hüter des globalen Finanzsystems und daher schaut der IWF auch mit einem sehr kritischen Blick auf den Immobilienmarkt und seine stetig steigenden Preise. Der IWF befürchtet, dass diejenigen, die in Deutschland ein Haus kaufen wollen, sich durch die sehr niedrigen Kreditzinsen ermutigt fühlen, mehr Geld aufnehmen, als sie letztendlich auch bewältigen können. Das kann sehr schnell zu großen Problemen führen, wenn zum Beispiel Anschlusskredite fällig werden. Das ist dann nicht nur für den einzelnen Kreditnehmer gefährlich, sondern auch für die Banken, die diese Kredite vergeben. Wenn mehrere Kreditnehmer auf einmal ausfallen, dann kann das für die Banken in einer Katastrophe enden.

Strengere Regeln

Die EU hat diese Erfahrungen schon in Irland und in Spanien gemacht und weiß daher, wohin eine Immobilienblase führen kann. Der IWF möchte deshalb noch strengere Regeln aufstellen, auch wenn die Regeln, die seit vergangenen März bereits in Kraft sind, es vielen Verbrauchern sehr schwer oder sogar unmöglich gemacht haben, eine Hypothek aufzunehmen. Es wird bereits an Verschärfungen gearbeitet, aber selbst diese reichen dem IWF offenbar nicht. Die Banken sollen bei der Kreditvergabe noch genauer als bisher hinschauen und die Angaben über das Einkommen der Kreditnehmer noch genauer überprüfen. Es ist wichtig, dass das Einkommen und die Höhe des Kredits auch wirklich zusammenpassen.

Bild: © Depositphotos.com / artefacti

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.