News: Indien und China – wie gut sind Deutschlands neue Handelspartner? » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Indien und China – wie gut sind Deutschlands neue Handelspartner?

Bisher waren die Amerikaner Deutschlands liebste Handelspartner, aber die Zeiten haben sich geändert, denn Donald Trump ist kein Freund von Handelsabkommen. Es ist daher auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Herren Narendra Modi und Li Kequiang im Kanzleramt die Klinke in die Hand geben. Indien und China heißen die neuen liebsten Handelspartner der Regierung, aber diese Partnerschaften sind nicht ganz so einfach in der Handhabung, wie es sich die Wirtschaft wünscht.

Wichtige Partner

Indien und China sind schon seit einiger Zeit wichtige Handelspartner für die Bundesrepublik. Alleine im vergangenen Jahr exportierte Deutschland Dienstleistungen und Waren in einem Wert von 96 Milliarden Euro in die beiden Länder. Das ist eine ganze Menge, aber im Vergleich zu den 107 Milliarden Euro, die in die USA exportiert wurden, ist es noch relativ wenig. China und Indien können den großen Ausfall der USA also nicht ersetzen, aber sie werden es sehr wahrscheinlich auch gar nicht wollen. Aus Berlin ist zu hören, dass China und Indien zwar wichtige Partner sind, dass sie aber auch als sehr schwierig gelten.

China sorgt für Ärger

Vor allem China ist als Handelspartner nicht unumstritten und die Bundesregierung weiß um dieses Problem. Die heftige Debatte aus dem letzten Jahr ist noch sehr gut im Gedächtnis. Damals hatte China Firmen und Investoren mit staatlichen Geldern ausgestattet und auf Einkaufstour nach Europa und speziell nach Deutschland geschickt, um dort bevorzugt Unternehmen aus dem Hightech-Bereich aufzukaufen. Sigmar Gabriel, damals noch Wirtschaftsminister, unternahm den Versuch, den Chinesen eine Kooperation aufzuzwingen und deutsche Unternehmen verlangten das Recht, auch in China Niederlassungen zu gründen. Beide Vorhaben sind krachend gescheitert. Sehr viel hat sich seitdem nicht geändert, im Gegenteil, die Chinesen sind immer noch bockig und lassen sich auf Streitfragen erst gar nicht ein.

Indien ist überfordert

Auch Indien ist kein Wunschkandidat, wenn es um neue Handelspartner für Deutschland geht. Die Infrastruktur ist in den meisten Teilen des riesigen Landes überhaupt nicht vorhanden, die Justiz und die Verwaltung arbeiten nicht nach bekannten Standards und so wird sehr schnell klar, warum der Subkontinent immer noch als Dritte-Welt-Land gesehen wird. Ein zuverlässiger und stabiler Handelspartner für Deutschland ist Indien mit Sicherheit nicht und ein Ersatz für die USA erst recht nicht. Hier ist offenbar der Wunsch der Vater des Gedankens, wenn die Bundesregierung auf Indien als Partner setzt.

Bild: © Depositphotos.com / ruskpp

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.