News: Warum die Steuerpläne der SPD eine Gefahr darstellen » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Warum die Steuerpläne der SPD eine Gefahr darstellen

Martin Schulz muss sich als Kanzlerkandidat der SPD etwas einfallen lassen, um die Wähler auf seine Seite zu ziehen. Daher ist sein Lieblingsthema die soziale Gerechtigkeit, ein Thema, das zu den Sozialdemokraten passt und wenn Schulz dann auch noch verspricht, dass er diejenigen, die gut verdienen, höher besteuern will, dann soll das Wählerstimmen bringen. Aber Schulz hat die Rechnung wohl ohne die Wähler gemacht, die offenbar schlauer und vor allem auch misstrauischer sind, als es der SPD lieb sein kann.

Die Experten wundern sich

Die Strategie der SPD klingt einfach und plausibel, aber Finanzexperten sind besorgt und raten der SPD eindringlich davon ab, den Wahlkampf auf die Steuererhöhungen für Reiche aufzubauen. Das würde zu einer sozialen Spaltung des Landes führen, die Wahl lässt sich mit diesem Thema kaum gewinnen. Bis jetzt ist es den Sozialdemokraten noch nie gelungen, eine Wahl zu gewinnen, wenn sie dem Volk eine Umverteilung versprochen haben. Auch diesmal wird sich die SPD überschätzen, wenn sie den Faktor Einkommensungleichheit ins Spiel bringt.

Kein Wundermittel

Fachleute halten die geplanten Steuererhöhungen für Besserverdiener nicht unbedingt für ein Wundermittel, aber 85 % der Deutschen sind der Meinung, dass die Steuern und Abgaben viel zu hoch sind. Das heißt aber nicht, dass die Mehrheit in der Bevölkerung für eine Steuersenkung ist und Politiker sind sehr gut beraten, nicht an dieser Stellschraube zu drehen. Das gilt besonders für die SPD, die bei vielen Bürgern den Ruf hat, dass sie nicht mit Geld umgehen kann. Das Thema soziale Gerechtigkeit ist ein sehr vielschichtiges Thema und eine Partei, die damit punkten möchte, muss es schaffen, auch glaubwürdig zu sein. Wichtig ist es vor allem, eine kontinuierliche und konsequente Position zu beziehen, und genau hier liegt das Problem der SPD.

Eine Pseudopolitik

Selbst wenn der Ruf nach Gerechtigkeit und einer Steuermaßnahme gegen die Gutverdiener Wählerstimmen bringen sollte, auf der anderen Seite werden ebenso viele Wählerstimmen verloren gehen. Die Menschen durchschauen sehr wohl die Taktik der sogenannten Pseudopolitik und sie wissen, dass die Steuer für Reiche, die tatsächlich für die Reichen gilt, dem Finanzminister letztendlich nicht allzu viel einbringen wird. Die Wähler fürchten, dass die Spitzensteuersätze, wenn sie erst einmal eingeführt worden sind, langsam, aber sicher auch auf die Gruppen übertragen werden, die ein niedriges Einkommen haben.

Bild: © Depositphotos.com / donscarpo

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.