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<span class=ns>News:</span> Wie Macron Frankreich wieder groß machen will

Napoleon Bonaparte war 30 Jahre alt, als er an die Macht kam und nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa nach seinen Vorstellungen umkrempelte. Emmanuel Macron ist 39 Jahre alt und strebt offenbar danach, in die Fußstapfen Napoleons zu treten, denn auch er will Frankreich zu einer neuen Blüte führen, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Der neue Präsident hat sich sehr viel vorgenommen, denn Frankreich hat eine Menge Probleme, die darauf warten, gelöst zu werden.

Verlorene Zeit

Frankreich hat eine Generalüberholung dringend nötig, denn seit der weltweiten Finanzkrise hat die einst so große Nation im Herzen von Europa ein Jahrzehnt der Stagnation hinter sich. Die Arbeitslosigkeit liegt mit zehn Prozent sehr hoch und auch das Wirtschaftswachstum hinkt mit nur 1,2 % den anderen Ländern in Europa hinterher. Besonders arg hat es aber die französische Jugend getroffen, denn beinahe jeder Vierte ist ohne Arbeit. Dramatisch ist die Lage auch in den sogenannten Banlieues, den tristen Vorstädten, in denen Drogen und Perspektivlosigkeit den Alltag bestimmen.

Viele Probleme

Zu einem zu geringen Wachstum gesellt sich in Frankreich noch die schwache Leistung der Volkswirtschaft. Der Saldo zwischen den Ein- und Ausfuhren ist groß und im Gegensatz zu seinen Nachbarn geht es Frankreich hier sehr schlecht. Dazu kommen die hohen Schulden, denn die Staatsverschuldung liegt bei 96 % des Bruttosozialprodukts. Das veraltete und sehr starre Arbeitsrecht sorgt dafür, dass jeder zehnte Arbeitnehmer ohne einen Job dasteht und Ökonomen fordern jetzt vom neuen Präsidenten eine Reform wie die Agenda 2010 in Deutschland.

Was Frankreich zu bieten hat

Es ist nicht alles schwarz in Frankreich, die Wirtschaft hat auch eine helle Seite. Das gilt vor allem für den Bereich der Luxusindustrie und den 120 Milliarden Euro teuren Konzern LVMH. Die Vereinigung der beiden Marken Louis Vuitton und Moët Hennessy beeindruckt schon seit Jahren mit einem stetigen Wachstum beim Umsatz, beim Gewinn und bei den Dividenden. Vor allem das Lizenzgeschäft mit Lederwaren, Kosmetika, Uhren, Schmuck, Düften und sogar Brillengestellen entdeckt besonders in Asien gerade neue Wachstumsmärkte und findet neue zahlungskräftige Kunden. Das Gleiche gilt auch für die großen französischen Designer wie Christian Dior, Estée Lauder, Hermès und viele andere, die das Leben der Reichen und Schönen dieser Welt noch ein wenig angenehmer machen.

Bild: © Depositphotos.com / ifeelstock

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.