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<span class=ns>News:</span> TTIP ist wieder da

Als Donald Trump im November des vergangenen Jahres neuer US-Präsident wurde, da jubelten die Gegner des umstrittenen Freihandelsabkommens TTIP. Trump hatte schon vor der Wahl zu verstehen gegeben, dass für ihn Amerika an erster Stelle steht, an einem Handelsabkommen mit Europa hatte Trump wenig Interesse. Jetzt sieht es allerdings so aus, als würden die USA und Deutschland erneut einen Versuch unternehmen, TTIP wieder zum Leben zu erwecken.

Die Probleme sollen geklärt werden

Wenn es nach Angela Merkel geht, dann sollten bei den neuen TTIP Verhandlungen die vielen Probleme, die die USA und Deutschland aktuell miteinander haben, endgültig geklärt werden. Die Kanzlerin und auch der Handelsminister der USA, Wilbur Ross, haben sich für einen neuen Anlauf des amerikanisch-europäischen Handelsabkommens ausgesprochen, denn ohne strukturierte Verhandlungen kann die große Zahl an Problemen nicht zufriedenstellend gelöst werden. Zu diesen Problemen gehört laut Merkel auch die Frage, was fairer Handel überhaupt sei und es muss auch geklärt werden, ob es neben den Zöllen noch andere Hindernisse für den transatlantischen Handel gibt.

Keine Dumping-Importe

Angela Merkel will den Handel mit den USA, aber sie betonte auch, dass Firmen aus Europa in den USA den gleichen Zugang zum Markt haben sollten, wie das umgekehrt der Fall ist. Der Handelsminister der USA kündigte an, dass man sehr hart gegen sogenannte Dumping-Exporte vorgehen werde und dass auch Waren, die unter dem Produktionspreis angeboten werden, keine Chance haben. Amerika ist der weltweit größte Importeur von Stahl, aber gleichzeitig auch das größte Opfer von illegalen Praktiken. Laut Wilbur Ross, der einen Besuch in Berlin kurzfristig abgesagt hatte, müssen dringend Lücken geschlossen werden, die es immer noch im Regelwerk der Welthandelsorganisation WTO gibt.

Die USA als Opfer

Der Handel zwischen den USA und Europa, so Ross, sei ein Missverhältnis, das immer zulasten der USA gehen würde. Er möchte, das unter anderem die Energieexporte aus den USA nach Europa erleichtert werden, zum Beispiel beim flüssigen Erdgas. Die USA haben nicht vor, sich von TTIP abzuwenden, sagte der Handelsminister mit Hinweis auf die Verhandlungen, die unter dem Ex-Präsidenten Barack Obama begonnen, aber dann wieder unterbrochen wurden. Als globaler Handelspartner brauchen die USA ein Freihandelsabkommen mit Europa, aber bis heute gibt es große Zweifel daran, ob die neue Regierung der USA überhaupt noch einen Freihandelskurs verfolgt.

Bild: © Depositphotos.com / Zerbor

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.