News: Die Zustimmung für die Bürgerversicherung wächst

Veröffentlicht: 14. Juli 2017 | 11:10 Uhr
<span class=ns>News:</span> Die Zustimmung für die Bürgerversicherung wächst

Die Diskussion über eine Bürgerversicherung nimmt zwei Monate vor der Bundestagswahl wieder Fahrt auf. Die Versicherung, in der die beiden Krankenkassensystem zusammengeschlossen werden sollen, wird in der Politik kontrovers diskutiert und auch die Bürger vertreten unterschiedliche Meinungen. Während die SPD, die Grünen und die Linkspartei die Bürgerversicherung als Alternative zur gesetzlichen und zur privaten Krankenversicherung befürworten, sind die CDU/CSU und die FDP dagegen. Eine neue Umfrage zeigt allerdings, dass sich eine Mehrheit durchaus mit der Bürgerversicherung anfreunden kann.

Die ältere Generation ist dafür

2044 ausgewählte Bürger hat die INSA-CONSULERE GmbH im Auftrag der „Bild-Zeitung“ zum Thema Bürgerversicherung befragt und über 60 % haben sich dafür ausgesprochen. Vor allem die ältere Generation mit einem höheren Einkommen steht der Volks- oder Bürgerversicherung positiv gegenüber. Neben den Wählern der SPD und der Grünen sprachen sich auch diejenigen für die Bürgerversicherung aus, die CDU oder FDP wählen. Rund 13 % wollen keine Bürgerversicherung und jeder fünfte der Befragten hat keine Meinung zu diesem Thema. Erstaunlich ist die Tatsache, dass in der Gruppe der Umfrageteilnehmer, die über 65 Jahre alt sind, fast 70 % für die Bürgerversicherung stimmen. In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen liegt die Zustimmung bei knapp 48 %.

Politiker machen Werbung für die Bürgerversicherung

Die Bundestagswahl wirft ihre Schatten voraus. Wie Versicherungen-Blog.net berichtet, hat sich auch Thomas Oppermann, der Fraktionsführer der SPD im Bundestag, für eine Bürgerversicherung ausgesprochen. Oppermann, der in Göttingen ein Direktmandat in einem SPD-Unterbezirk anstrebt, plädiert für eine Zusammenlegung der beiden Krankenkassensysteme, er wird es in Niedersachsen aber schwer haben, die Bürger zu überzeugen. Für die INSA Umfrage wurden auch 200 Menschen in Niedersachsen befragt, aber nur 51,7 % sprachen sich für die Bürgerversicherung aus. Die größte Zustimmung für die Bürgerversicherung kommt aus dem Saarland, dort sind 82,6 % der Bürger für eine einheitliche Krankenversicherung.

Die Wähler entscheiden

Nach der Wahl im September entscheiden die Mehrheitsverhältnisse darüber, wer mit wem koaliert und ob es eine Bürgerversicherung geben wird oder nicht. Wenn es nach den Wählern geht, dann steht allerdings heute schon fest, wer eine Bürgerversicherung möchte und wer nicht damit einverstanden ist. Während 72 % der Wähler der Linken und 69 % der Grünen-Wähler die Bürgerversicherung befürworten, lehnen knapp 21 % der AfD-Wähler die Versicherung ab.

Bild: © Depositphotos.com / photography33

Das könnte Sie auch interessieren:

Anklage gegen Winterkorn Hart gegen Täter in Chefetagen Wolfgang Mulke, … Bielefeld (ots) - Die US-Justiz will den früheren VW-Chef Martin Winterkorn wegen der Abgasmanipulationen vor Gericht stellen. Hierzulande ermitteln verschiedene Staatsanwaltschaften seit Jahren, ohne dass es zu einer Anklage gegen die Führung des größten Autobauers der Welt gekommen wäre. Das legt die kritische Frage nahe, ob VW hierzulande geschont werden soll. Doch diese Erklärung nach dem Motto, die Kleinen fängt man und die Großen lässt man laufen, ist zu einfach. So kooperieren die Ermittler der USA schon lange mit ihren Kollegen in Braunschweig und Stuttgart. Wenn deren Anklageschrift h...
Kommentar zur Pflegereform und dem Defizit der Pflegekassen: Dringend … Berlin (ots) - Die Pflegereform zeigt erste Wirkungen. Nachdem insbesondere Demenzkranke durch sie bessergestellt worden sind, stiegen damit einhergehend Ausgaben der Pflegekasse. Im vergangenen Jahr schloss sie mit einem Minus ab, was auf Dauer problematisch ist. Denn bei den Leistungen, die jetzt die Kasse belasten, handelt es sich keinesfalls um Zugaben, sondern um die elementare Versorgung von Bedürftigen. Es sind Hilfen, die schon lange notwendig gewesen wären, vielen aber verwehrt wurden. Dies ist freilich nicht das einzige Dilemma in der Pflege. Darauf deutet der Personalmangel hin, der...
CDU-Außenexperte Hardt sieht gute Chancen für Beilegung des … Berlin/Saarbrücken (ots) - Nach dem Aufschub von Strafzöllen sieht der Regierungskoordinator der transatlantischen Beziehungen, Jürgen Hardt (CDU), gute Chancen für eine dauerhafte Beilegung des Handelsstreits zwischen Europa und den USA. Es gebe "Anzeichen dafür, dass das Weiße Haus auf gemeinsame Aktionen im Interesse eines fairen Welthandels setzen könnte. Diese Chance muss die EU nutzen.", sagte Hardt der "Saarbrücker Zeitung" (Samstags-Ausgabe). "Europa ist die einzige Wirtschaftsmacht auf der Welt, die den USA ebenbürtig ist. Das weiß der US-Präsident", so Hardt. Washington habe sich nic...
Die fondsgebundene Nettopolice „best value rent“ wurde von FL-Ruggell (ots) - Die Liechtenstein Life wurde mit ihrer fondsgebundenen Nettopolice "best value rent" erneut vom Scoring-Unternehmen ascore mit Bestnoten ausgezeichnet. Zum dritten Mal in Folge, wurde die moderne Rentenversicherung mit der Note "ausgezeichnet" bewertet. Damit setzt der Lebensversicherer aus Liechtenstein neue Standards in der Kundenansprache für Finanzdienstleister. "Wir freuen uns ausserordentlich über die Auszeichnung unserer Nettopolice" so Holger Roth, Chief Sales Officer Liechtenstein Life Assurance AG. "Seit Jahren sucht der deutsche Versicherungsmarkt nach neuen Wegen...
Zwölf Gewalttaten von Tierschützern in NRW Köln (ots) - Militante Tierschützer in NRW haben in den vergangenen Jahren auch mehrere Gewalttaten verübt. Das geht aus einer Auswertung des NRW-Innenministeriums hervor, die dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe) vorliegt. Danach gab es seit 2014 insgesamt neun Fälle von Brandstiftungen und drei Körperverletzungen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte der Zeitung: "Die Zahlen zeigen, dass es militante Tierschützer gibt, die nicht einmal vor Gewalt gegen Menschen zurückschrecken. Dazu sage ich klipp und klar: Der Zweck heiligt nicht jedes Mittel - selbst wenn er noch so gut sein ...
Kommentar Über Werte reden = Von Eva Quadbeck Düsseldorf (ots) - Vorweg: Der Islam gehört zu Deutschland - allerdings bei Weitem nicht in der tiefen und breiten Verwurzelung wie das Christentum, das unsere Kultur prägt. Das Überraschendste an dieser Debatte ist inzwischen die Tatsache, dass sie immer noch funktioniert. Sobald einer das Thema aus der Mottenkiste zieht, kocht die Diskussion hoch, als sei das die zentrale Frage für Integration. Wir sollten lieber konkret unsere Werte benennen, anstatt permanent abstrakt über die Rolle des Islam in Deutschland zu streiten. Es gibt Gruppen von Muslimen, bei denen wir konsequent auf die Einhalt...
Ulrike Dietz

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.