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<span class=ns>News:</span> Wie gefährlich sind die Steuerpläne des Martin Schulz?

Mehr Gerechtigkeit hat sich die SPD in diesem Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben, aber Kritiker monieren schon heute, dass dieses Vorhaben für mehr Ungerechtigkeit sorgen wird. Davon besonders betroffen ist der Mittelstand. Die SPD will den Spitzensteuersatz bei der Einkommenssteuer anheben und sollte Martin Schulz Kanzler werden, dann müssten alle, die gut verdienen, in Zukunft 45 % ihres Bruttoeinkommens ins Steuersäckel einzahlen, bislang sind es 42 %.

Auch die Unternehmen wären betroffen

Die SPD würde mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Unternehmen treffen. Für die Betriebe und Firmen bedeutet das eine große Mehrbelastung, was besonders den kleinen und mittelständischen Unternehmen Sorgen macht. 280.000 Unternehmen wären betroffen und diese Belastungen würden den Wirtschaftsstandort Deutschland schwer belasten. Aber es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt, denn nicht alle Unternehmen müssten unter der Mehrbelastung leiden. Alle Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung zahlen statt der Einkommenssteuer Körperschaftssteuer und werden damit von der Steuererhöhung verschont.

Eine große Gefahr für kleine Betriebe

Das Institut der Deutschen Wirtschaft sieht besonders die kleinen Unternehmen in der Krise, falls die SPD an die Macht kommt und Martin Schulz seine Steuerpläne in die Tat umsetzt. Da sind die kleinen Handwerksbetriebe, die ohne Probleme ein Einkommen von 250.000 Euro im Jahr erreichen, sie würden noch stärker als bisher belastet, die ganz großen Kapitalgesellschaften hingegen, die an den Börsen vertreten sind, bleiben außen vor.

Was sagt die CDU?

Steuersenkungen sind ein sehr beliebtes Wahlkampfthema und nicht nur die SPD will damit punkten, auch die CDU hat Versprechen im Gepäck. Steuersenkungen von 15 Milliarden sollen es sein und damit auch diejenigen, die keine Steuern zahlen, etwas davon haben, raten Experten dazu, die Mehrwertsteuer zu senken. So würden zum einen auch die Geringverdiener in den Genuss einer Steuersenkung kommen, zum anderen könnte das die Wirtschaft ankurbeln, da die Menschen mehr Geld ausgeben. Es würde schon reichen, die Mehrwertsteuer, die aktuell bei 19 % liegt, um einen Prozentpunkt zu senken, und die Kauflaune würde steigen. Den Bürgern würde die geringere Mehrwertsteuer elf Milliarden zusätzlich in die Geldbörse spülen. Das kann jedoch nur dann richtig funktionieren, wenn die Unternehmen diese Entlastung auch über niedrige Preise an die Verbraucher weitergeben würden. Ob die CDU/CSU diesem Vorschlag allerdings folgen wird, ist mehr als fraglich.

Bild: © Depositphotos.com / wutwhan

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.