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<span class=ns>News:</span> Mieten 2017 – Flatrates für Strom und Wärme

Normalerweise werden Wohnung entweder mit einer Kalt- oder mit einer Warmmiete inseriert. Das heißt, die Kaltmiete ist praktisch der Bruttopreis ohne die Nebenkosten, die Warmmiete der Nettopreis, in dem die Nebenkosten bereits enthalten sind. Jetzt gibt es aber noch eine weitere, sehr spannende Variante, und zwar die Flatrate für die Nebenkosten. Vor allem die Vermieter von Mehrfamilienhäusern bieten dieses Flatrate-Modell an und sind damit im Trend, denn die Flatrate kommt bei den Mietern sehr gut an.

Feste Kosten

Die Idee zur Flatrate kommt aus Cottbus. Die Cottbusser Wohnungsgenossenschaft eG Wohnen 1902 hat die Idee bereits umgesetzt und baut zwei Mehrfamilienhäuser mit Solaranlagen auf dem Dach, die Strom und Wärme liefern. Die Mieter, die in die Wohnungen einziehen werden, zahlen die monatliche Miete, in der bereits alles enthalten ist. Diese Pauschalmieten inklusive Strom und Wärme bieten aber auch andere Vermieter an, die noch die Ausnahme sind, aber das soll sich schnell ändern. In Cottbus wird ein Mietpreis vereinbart, der mehrere Jahre Gültigkeit hat, dazu kommt dann die Flatrate. Bis zu 70 % des Energieverbrauchs soll die solare Eigenproduktion decken, für den Rest schließt die Wohnungsgenossenschaft mit Energieunternehmen ab. Die Mieter zahlen dann die pauschale Miete, aber für Strom und Wärme werden keine Extraverträge benötigt.

Noch die Ausnahme

Mietverträge auf Basis von Pauschalmieten und Flatrates sind bislang noch die Ausnahme und das liegt vor allem an der deutschen Bürokratie. In der Heizkostenverordnung ist festgelegt, dass es eine verbrauchsabhängige Abrechnung geben muss, allerdings gibt es auch Ausnahmen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn ein Haus durch seine Bauweise und durch seine Dämmung nur sehr wenig Wärme verbraucht. Leider gibt es noch nicht allzu viele Mietshäuser, die diesen Kriterien entsprechen, aber das soll sich in der nahen Zukunft ändern. Für Studentenwohnheime gibt es die Flatrate-Methode schon seit längerer Zeit, der Mieterbund nennt die Flatrate ein sinnvolles Modell, was sich für den Mieter rechnet.

Eine interessante Option

Vor allem die Wohnungsbauunternehmen sind an der Pauschalmiete und der Flatrate sehr interessiert, aber ob dieses Modell überall in Deutschland funktioniert, ist fraglich, da die Eigenproduktion wie in Cottbus, sehr vom jeweiligen Standort abhängig ist. Leider gibt es heute noch kein einziges Mehrfamilienhaus, was sich zu 100 % selbst versorgt. Um das zu erreichen, müssten die Baukosten sehr hoch sein, daher setzt man nach wie vor auf einen Mix aus gelieferter Energie.

Bild: © Depositphotos.com / Violin

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.