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<span class=ns>News:</span> Diese Finanzmarkt News sollten Sie gelesen haben

Auch auf dem Finanzmarkt gibt es aktuell die eine oder andere Wendung, die wohl kein Anleger vorhersehen konnte. Nicht zuletzt die klare Linie der EZB, welche die Leitzinsen auf einem historisch niedrigen Kurs hält, ist dafür verantwortlich. Somit entsteht in der Welt der Finanzen manche Situation, die bisher für unmöglich gehalten wurde.

Verkehrte Finanzwelt

Ein perfektes Beispiel für die Crux der Lage sind die sogenannten Negativzinsen. Zunächst waren diese vor allem für Banken ein Thema, welche große Mengen an Geld horteten. Die Politik sieht darin offensichtlich auch ein Mittel, um die Vergabe günstiger Kredite zu begünstigen, welche wiederum die Konjunktur ankurbeln sollen. Wie der Vergleich unter guenstigekredite.info verdeutlicht, entstand schon so manches günstige Angebot, das sich an Privatpersonen und Unternehmer gleichermaßen richtet. Auf der anderen Seite fürchten sich nun auch Privatpersonen vor den negativen Zinsen, die schon bald ihr Konto treffen könnten. Während sie bislang vor allem in Form von höheren Gebühren unscheinbar verwirklicht werden, könnte das Festhalten der EZB an ihrer Linie dafür sorgen, dass sie sich real auf den Stand des Kontos auswirken.

Schulden machen und Geld verdienen?

Denkt man die Linie der Negativzinsen konsequent weiter, so führt dies zu so mancher Verwerfung in unserem Finanzsystem. Schon in den vergangenen Jahren hatten Menschen die Möglichkeit, in den Genuss von extrem günstigen Krediten zu kommen und sich die eigenen Träume auf dieser Basis zu finanzieren. Sollte der Negativzins konsequent fortgedacht werden, so würden Banken ihre Kreditnehmer sogar noch für ihre Dienstleistung bezahlen. Der Betrag, welcher im Anschluss zurückgezahlt werden müsste, läge auf diese Weise sogar noch unter der gewählten Kreditsumme.

Tatsächlich gibt es diese Praxis in Spanien und Dänemark bereits. Hier wird das Leihen von Geld in gewisser Weise belohnt, um die örtliche Wirtschaft zu stützen. Dennoch sind viele Experten skeptisch, dass eine solch drastische Umkehrung der geltenden Verhältnisse auf lange Sicht einen positiven Einfluss auf den Finanzmarkt hätte. Aus diesem Grund handelt es sich wohl um ein Modell, welches sich nicht flächendeckend anwenden lässt, um in finanzieller Hinsicht die gewünschten Effekte zu erzielen.

Weiterhin gibt es andere Faktoren, die neben den von der EZB gesetzten Standards einen Einfluss auf die Zinsen haben. So muss der Kreditnehmer dazu in der Lage sein, die eigene Bonität klar unter Beweis zu stellen und damit die Sicherheit für den Kreditgeber zu gewähren. Selbst für den Fall, dass negative Kreditzinsen zur gängigen Praxis werden sollten, würden diese demnach nicht für jeden Kredit gelten. Meist haben nur Personen, die ein geregeltes Einkommen in entsprechender Höhe nachweisen können, die Chance auf die günstigsten Tarife des Marktes.

Strafzinsen für Sparer

Auf der anderen Seite haben die niedrigen Zinsen nicht nur positive Auswirkungen auf Kreditnehmer, die eine Anschaffung durch fremdes Kapital finanzieren möchten. Weiterhin kann die Situation in den Kontext des Strafzinses gesetzt werden, wodurch sie einen gänzlich neuen Charakter gewinnt. Nun trifft es vor allem die Sparer, welche schon seit längerer Zeit nicht mehr die Möglichkeit haben, eine reale Rendite mit ihrem Kapital zu erwirtschaften. Stattdessen könnten ihnen nun noch weitere Kosten auferlegt werden, die den Betrag zusätzlich zur Inflation auffressen. Zwar haben bereits einige Kreditinstitute versichert, in den kommenden Jahren nicht zu diesem Mittel greifen zu wollen, doch sollte es die Situation erfordern, müssten sich Sparer auch auf diese zusätzliche Hürde einstellen. Das Ausgeben und Investieren des Geldes wirkt vor diesem Hintergrund noch attraktiver und könnte für eine noch höhere Konsumbereitschaft in Deutschland sorgen.

Doch auch die Europäische Zentralbank wird nicht ewig dazu in der Lage sein, die Zinsen künstlich zu drücken. Schließlich besteht hier die Gefahr, dass die Wirtschaft überhitzt und sich an der Börse eine Blase bildet. Wie bereits das prominente Beispiel aus dem Jahr 2001 zeigt, folgt auf die anfängliche Euphorie vieler Anleger schnell der große Crash, der viele Milliarden Euro vernichtet. Je besser die Zahlen und Daten der Konjunktur also werden, desto eher steht schon bald die Zinswende an, die in die komplette Umkehrung der aktuellen Lage mündet. Unter dem Strich ist dies eine Möglichkeit, um auch als Sparer die nächsten Entwicklungen abzuschätzen und die eigenen Aktionen danach auszurichten. Bislang helfen jedoch nur der Umstieg auf andere Formen der Geldanlage oder der Gang an die Börse, um sich aus den Fängen der Situation zu lösen.

Bild: @ depositphotos.com / 8vfanDP

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Über den Autor T. Hunter

Ich bin seit mehreren Jahren als Autor unter verschiedenen Pseudonymen aktiv und freue mich auch hier schreiben zu dürfen.