Söder neuer bayerischer Ministerpräsident Charakterfrage Jörg Rinne

Veröffentlicht: 16. März 2018 | 20:11 Uhr
Söder neuer bayerischer Ministerpräsident
Charakterfrage
Jörg Rinne

Bielefeld (ots) – Die Frage, ob er Freunde in der Politik habe, beantwortete der bayerische Ex-Ministerpräsident Horst Seehofer nach kurzem Zögern eindeutig – „Nein!“ Vielleicht hat er in diesem Moment insbesondere an seinen Nachfolger Markus Söder gedacht. Der neue starke Mann in München gilt seit Jahren als Seehofers härtester Widersacher. Nun ist Söder am Ziel: Der ehrgeizige Franke konnte und wollte nie einen Hehl daraus machen, dass er sich für den besseren Landesvater hält. Der 51-Jährige sieht sich als bekennender Stoiberianer ganz in der Tradition von CSU-Legende Franz Josef Strauß. Und dieser war geradezu berüchtigt für seine verbalen Ausfälle. Da steht Söder ihm wahrlich nicht nach. Insbesondere als Generalsekretär seiner Partei teilte er aus – gegen den politischen Gegner, aber auch gegen Parteifreunde. Dabei spielte die Gürtellinie keine Rolle: Söder war verletzend – in der Sache, oft auch persönlich. Zum Fremdschämen. Nun mag entschuldigend ins Feld geführt werden, dass Söder nur seine ihm zugedachte Rolle ausgefüllt habe. Mit der beruflichen Aufgabe sind halt gewisse Verhaltensmuster verbunden. Oder zeigt sich hinter den Ausfällen doch der wahre Charakter eines Menschen, eines Politikers? Söders Karriere hat das nicht geschadet. Die Erfolgsleiter hat ihn bis in die Staatskanzlei geführt. Auf fragwürdige Weise? Die Antwort liefert Söder in einem Zitat über seinen 2015 gestorbenen Unionskollegen Philipp Mißfelder selbst: „Kluge Ideen sind besser als rein plakative Sprüche.“

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