Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung » Finanzen Heute

Lübbecke 27.06.2015

Schon am 1. Januar 2001 trat das Vorschaltgesetz zur Rentenreform in Kraft. Die bisherigen Renten für Berufsunfähige wurde für alle, die unter 40 sind, gestrichen und durch spezielle Renten zur Erwerbsminderung ersetzt. Das hat für alle, die ihrer Arbeit wegen eines Schicksalsschlages wie einer schweren Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausführen können zur Folge, dass sie uneingeschränkt eine neue Tätigkeit ausführen müssen.

Kann beispielsweise ein Angestellter einer Bank seiner Arbeit nicht mehr nachgehen, könnte aber weiterhin als Nachtwächter sein Geld verdienen, bekommt er nun mehr keinen Cent aus seiner Rentenkasse mehr ausgezahlt. Nur derjenige, der weniger als 3 Stunden am Tag fähig ist, seinen Beruf weiterhin auszuüben, bekommt seine Rente ausgezahlt. Kann die betroffene Person jedoch weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten, bekommt dieser die Hälfte der vereinbarten Summe ausgezahlt. Betroffene, die vor dem 1. Januar 1961 geboren sind, haben Glück, den für sie gilt eine bessere Regelung.

Werden diese berufsunfähig, erhalten sie die Erwerbsminderungsrente, aber im Vergleich zur vorherigen Berufsunfähigkeitsrente ist diese viel niedrigerer. Berufsanfänger müssen nach dem Gesetz zuerst 5 Jahre unter einem Versicherungsschutz ihren Beruf ausgeübt haben, denn sonst haben sie keinerlei Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Ist man jedoch selbstständig oder freiberuflich tätig, trifft einen das Schicksal wesentlich härter, denn bei ihnen bestehen keine oder wenn sie früher angestellt waren nur sehr geringe Ansprüche auf eine gesetzliche Rentenversicherung.

Statistiken zu Folge steigt jeder fünfte Arbeitnehmer, meistens zwischen 50 und 55 frühzeitig aus seinem Berufsleben aus, da er körperliche und seelische Probleme mit davongetragen hat. Aber heutzutage treten schon fast 10 Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit durch Menschen ein, die deutlich jünger als 40 Jahre alt sind. Meistens verursachen jedoch nicht Unfälle, sondern plötzlich auftretende Krankheiten den Verlust der Arbeitsfähigkeit, welches auch häufig bei den jüngeren Berufsunfähigen eintritt. Sicherer ist es daher, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, denn diese hilft, diese gesetzlichen Lücken auszugleichen und Hilft der Betroffenen im Falle einer Berufsunfähigkeit, egal ob sie durch einen Unfall oder eine Krankheit verursacht wurde.

 

Klare Vorteile der Berufsunfähigkeitsversicherung

Da für unzählige Menschen die plötzlich auftretende Situation, ihre Arbeit nicht mehr bewerkstelligen zu können, der finanzielle Ruin bedeuten würde, kann man durch den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung diesem finanziellen Desaster geschickt ausweichen. Bis zur vereinbarten Ablauffrist des Vertrages wird dem Berufsunfähigen eine monatliche Summe ausgezahlt, mit der er seine bestehenden Unkosten abdecken kann, und bei manchen Versicherungen hat man sogar das Glück, diese Rente lebenslänglich zu beziehen. Manchmal kommt einem der vereinbarte Betrag schon ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent zugute.

Wichtiges vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Man sollte schon im Voraus beachten, dass man eine ausreichend hohe Summe im Ernstfall ausgezahlt bekommt und dies gleich mit dem Versicherer vereinbart. Am besten eignet sich ein spezieller Berater dazu, um herauszufinden, welche Höhe der Rente abgeschlossen werden sollte, damit man in Ernstfall auch gut versorgt ist, und dies wird mithilfe des Nettoeinkommens ausgemacht. Wichtig ist auch zu beachten, ob man für die Summe, die man in die Versicherung einzahlen muss, auch über Jahrzehnte ohne Probleme aufkommen kann, den dies sind oft die langen Laufzeiten für solch einen Versicherungsabschluss.

Da in einem Vertrag die Angaben über den Antragssteller zu hundert Prozent genaustens ausgefüllt werden müssen, und auch die vereinbarten Vertragslaufzeiten fristgerecht eingetragen werden müssen, eignet es sich hierbei am besten, solch einen Vertrag mit einem erfahrenen Fachmann gemeinsam auszufüllen. Denn man will sicherlich nicht das Risiko eingehen, das wegen eines fälschlich ausgefüllten Vertrages der versprochene Versicherungsschutz nicht gewährleistet wird. Wichtig ist auch das man in solch einer vertraglichen Vereinbarung schriftlich die Fragen zu seinem persönlichen Gesundheitszustandes zu hundert Prozent korrekt ausfüllt und sich keine Fehler einschleichen dürfen, und auch eventuelle Vorerkrankungen müssen auf jeden Fall angegeben werden und man sollte alle Informationen ausführlich veröffentlichen.

Die Versicherungsagentur muss auf all dieses Grundlagen aufbauen und aufgrund der angegebenen Informationen die Beitragshöhe und eine eventuelle Erhöhung dessen ermitteln. Die gestellten Gesundheitsfragen variieren je nach der gewünschten Summe der Berufsunfähigkeitsrente und der Anzahl der Lebensjahre, und manchmal kann die Versicherungsagentur auch einen Arztbesuch verlangen. Am besten eignet sich dafür ein vertrauter Arzt, der gut über den jeweiligen Gesundheitszustand des Patienten informiert ist. Ganz wichtig ist auch, dass man sich gut über den kleingedruckten Inhalt eines solchen Vertrages informiert, und alle wichtigen Informationen sollten dem Versicherten schon zuvor von einer seriösen Versicherungsagentur zur Hand gegeben werden.

 


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Über den Autor Maik Justus

Maik Justus wohnt mit seiner Familie in Bielefeld. Er beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Gesundheit, Abnehmen, Fitness sowie Wellness. Sich selbst beschreibt er als sehr Ehrgeizig. Maik ist selbst überzeugter Gesundheitsfanatiker und Fitnessfreak. Maik ist Vater von 3 Kindern.