Die Zinsbindung beim Bausparer längerfristig aufrecht erhalten

Die Zinsbindung beim Bausparer längerfristig aufrecht erhalten – finanzen-heute.com

Viele finanzieren ihre Traumimmobilie mittels Bausparvertrag. Das hat viele Vorteile wie etwa ein günstiges Zinsniveau, das noch dazu längerfristig gebunden werden kann, aber auch eine entsprechend hohe Ansparzeit. Klar ist, dass je länger die Zinsbindung besteht, desto lukrativer werden auch die Verträge. Damit profitierten Immobilienwerber von einem Effekt, der den traditionellen Kapitalanleger eher belastet und zur Verzweiflung treibt.

Immobilienfinanzierungen sind immer langfristig angelegt

Um für die Finanzierung einer neuen Wohnung oder des Traumhauses ein Sprichwort zu strapazieren, sei an dieser Stelle der Satz erwähnt: Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Das bedeutet nichts anderes, als dass ein Finanzplan für ein neues Zuhause auch Dekaden umfassen sollte und eine Belastung des Haushaltsbudgets über lange Jahre hinweg bedeutet. Wer hier mittels Kredit finanziert, der erhält meist für fünf, zehn oder manchmal auch 15 Jahre eine Zinsbindung bei den Immobiliendarlehen. In Zeiten niedriger Marktzinsen, wie sie nun seit Jahren hierzulande bestehen, lohnt es sich weiter in die Zukunft zu denken. Gerade Bausparverträge lassen sich hier mit extrem langen Zinsbindungsfristen festschreiben. Diese betragen meist mehr als 15 Jahre, bei manchen Anbietern und Banken sogar bis zu 30 Jahre.

Risikofreie Kalkulation ist möglich

Wer eine langfristige Zinsbindung ausverhandelt, der erhält damit eine lange und sichere, vor allem aber eine risikofreie Kalkulationsgrundlage. Die Devise lautet dabei, je länger, desto besser. Der Kreditnehmer bleibt von Zinserhöhungen und sämtlichen Schwankungen, die möglicherweise in den nächsten Jahrzehnten auftreten, weitgehend verschont und kann sein Haushaltsbudget exakt planen. Gleiches gilt für alle, die einen auslaufenden Altvertrag haben und eine Restschuldfinanzierung durchführen müssen. In einer Niedrigzins-Periode ist dies mit langfristigen und vor allem minimalen Raten einfach möglich. Denn klar ist, niemand ist gezwungen, gleich das erstbeste Angebot einer Bank oder eines Finanzinstitutes anzunehmen. Es kann im wahrsten Sinn des Wortes lohnend sein, sich am Markt umzusehen, die Angebote zu sondieren und entsprechend zu vergleichen.

Tilgung kommt am günstigsten

Es liegt auf der Hand, dass immer derjenige spart, der bei Ende der Zinsbindung ausreichend Kapital gespart  hat oder sonst wie auftreiben kann, um die Restschuld ohne neuerliche Zinsbelastung zurück zu zahlen. Jeder Hypothekenschuldner hat in Deutschland das Recht, nach zehn Jahren aus einem Kreditvertrag zur Immobilienfinanzierung auszusteigen und die Bedingungen neu zu verhandeln. So kann er beispielsweise bei einem Bankinstitut die Finanzierung komplett beenden, sofern er die Restschuld komplett und auf einmal tilgen kann. Da die meisten Bauherren und Immobilienkäufer weniger Kapital zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung haben, ist eine Restschuldtilgung in Form einer Anschlussfinanzierung notwendig.

Nachteil einer langen Zinsbindung nicht unterschätzen

So überzeugend eine lange Zinsbindung für die eigenen Finanzen und einen Immobilienerwerb auch sind, sollten die Nachteile nicht im Verborgenen bleiben. Denn die Banken lassen sich die Sicherheit für die Kunden durchwegs etwas kosten. Und zwar in Form von Zinsaufschlägen, bei denen gilt, je länger die Bindung, desto höher der Aufschlag. Immerhin verzichten die Banken möglicherweise auf eine satte Summe im Fall einer Anhebung des Zinsniveaus. Klar ist aber auch, dass dieser sich durchaus im Rahmen bewegt. Bei einer 15-jährigen Laufzeit eines Darlehens ist der Aufschlag in etwa um 0,35 Prozent höher als bei einem Darlehen, das zehn Jahre läuft. Geht es um eine zwanzigjährige Zinsbindung, beträgt der entsprechende Aufschlag ca. 0,5 Prozent. Diese im Vergleich geringe Mehrbelastung steht in keinem Vergleich zu den Vorteilen wie etwa der Planungssicherheit. Wer sich also auch für die Zukunft günstige Zinsen sichern möchte, der sollte sich schnellstmöglich um eine entsprechende Verlängerung der Bindung kümmern. Dann sind sie im Fall einer Erhöhung der Kreditzinsen, die laut Experten für die nächste Zeit zu erwarten ist, auf der sicheren Seite und können entsprechende News über steigendes Zinsniveau mit einem müden Lächeln abtun und sich an der neu erworbenen und günstig finanzierten Immobilie freuen.

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Über den Autor Maik Justus

Maik Justus wohnt mit seiner Familie in Bielefeld. Er beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Gesundheit, Abnehmen, Fitness sowie Wellness. Sich selbst beschreibt er als sehr Ehrgeizig. Maik ist selbst überzeugter Gesundheitsfanatiker und Fitnessfreak. Maik ist Vater von 3 Kindern.