Finanzsoftware – wirklich nötig? » Finanzen Heute

Finanzsoftware wird zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Verwaltung von Unternehmen aber auch des privaten Lebens. Denn beispielsweise das Finanzamt erkennt nur noch elektronisch übermittelte Steueranmeldungen von Unternehmen an. Eine Umsatzsteuervoranmeldung in Papierform wird nicht mehr verarbeitet.

Und auch im privaten Bereich ist der Einsatz einer solchen Software äußerst sinnvoll – denn diese kann z. B. helfen, enorme Steuereinsparungen zu entdecken, da die Programme auch immer Tipps geben, wie man mehr Steuern sparen kann.

Voraussetzungen, um die richtige Software zu wählen / Bezugsquellen

Die Finanzsoftware, egal ob privat oder gewerblich, findet sich häufig auch im Internet. Dort stehen Versionen zum Test oder gar kostenlos als Download zur Verfügung. Allerdings muss vor der Auswahl eines Programms geprüft werden, ob dieses kompatibel mit dem jeweiligen Betriebssystem ist. So sind beispielsweise für einen Mac oder das Betriebssystem Linux spezielle Programme vonnöten. Diese Information finden Sie aber meist auf der Anbieterhomepage.
Teilweise kann man hier auch Freeware, also völlig kostenlose Programme finden und mit einigen der Programme ist sogar das Onlinebanking möglich. Ob bzw. inwiefern letzteres möglich ist, sollten Sie ebenfalls auf den Anbieterseiten herausfinden.
Hier können Sie sich auch darüber informieren, welche Funktionen das Programm im Einzelnen bietet. So gibt es Programme, die sich nur auf die Steuern spezialisiert haben, andere sind wiederum Komplettlösungen, mit denen ein Unternehmen seine sämtlichen Aufgaben wie Buchhaltung, Fakturierung, Auftragsbearbeitung oder Lohnabrechnung durchführen kann.

Generell sind also die Preise und die Leistungsmerkmale einer Finanzsoftware zu vergleichen, um das richtige Programm zu finden. Man sollte sich also schon vor dem Kauf eines Programms bzw. der Nutzung einer kostenlosen Software darüber klar werden, welche Aufgaben man damit durchführen will.

Finanzsoftware – Wozu?

In der heutigen Zeit, wo Computer und Co. das A und O sind, wird auch die Kontoführung nur noch selten in der Filiale erledigt, sondern bequem vom eigenen Rechner von Zuhause aus. Auch den Unternehmen geht es da nicht anders, seit viele Behörden auch nur noch elektronisch verarbeitete Papiere akzeptieren.

 

• Onlinebanking

So finden sich mittlerweile spezielle Programme, die das Onlinebanking so einfach gestalten, dass Sie tatsächlich Überweisungsträger auf dem Bildschirm finden. Sinnvoll ist allerdings der Einsatz von HBCI-Banking, da das PIN-TAN-Verfahren mittlerweile, trotz neuen i-Tans leicht von Hackern geknackt werden kann. Beim HBCI-Banking dagegen wird die Chipkarte direkt in einen Kartenleser gesteckt und jede einzelne Buchung wird extra verschlüsselt – ganz ohne die unsichere Eingabe einer PIN oder TAN. Diese Lösung ist natürlich nicht sonderlich mobil, weshalb sich alternativ dazu auch weiterhin das PIN-TAN-Verfahren hält.

 

• Steuern

Aber nicht nur für die Kontoführung eignet sich spezielle Finanzsoftware. Unternehmen, egal  welcher Art, erledigen Ihre Buchhaltung und Auftragsbearbeitung nur noch mit Buchhaltungssoftware. Die Steuererklärung kann problemlos mittels ELSTER übermittelt werden. Dabei ist ELSTER ein kostenloses Programm, mit dem jedermann seine Steuererklärung einfach online übermitteln kann.

Diese Programme sind oft auch Bestandteil von Steuersoftware oder den Buchhaltungsprogrammen. Die Steuersoftware selbst empfiehlt sich vor allem, um auf legale Weise Steuern einzusparen. Denn hier werden oft hilfreiche Steuertipps aufgezeigt, die man selbst gar nicht kennt – die optimale Berechnung der Aufwendungen für die Riesterrente ist ebenfalls oft inbegriffen. Denn diese können sowohl nach der alten, als auch nach der neuen Methode besteuert werden. Welche für den einzelnen Anwender günstiger ist, prüft ein Steuerprogramm oft automatisch.

 

Finanzen im Griff – mit Finanzsoftware

Ein Programm, das ähnlich wie das altbekannte Haushaltsbuch aufgebaut ist, hilft privaten Anwendern den Überblick über ihre Finanzen zu behalten. Allerdings müssen Sie hier auch sehr diszipliniert sein und wirklich jede Ausgabe eintragen, um konkrete Zahlen zu erhalten.

Die Finanzsoftware bietet den Nutzern also mit ihren integrierten Modulen einen schnellen Zugriff auf das Konto bzw. die Unternehmenszahlen oder den Stand der häuslichen Finanzen. Allerdings kann eine aktuelle Auswertung nur dann erfolgen, wenn die Daten auch zeitnah eingegeben werden.

 

Was gehört zur Finanzsoftware?

Die verschiedenen Programme zur Verwaltung der Finanzen werden unter dem Oberbegriff Finanzsoftware zusammengefasst. Hierzu zählen neben den Programmen für Steuern und Buchhaltung auch die Software für das Onlinebanking. Zur Finanzsoftware zählt allerdings auch die Außendienst Software.

• Das Haushaltsbuch

Dabei geben Sie beispielsweise in ein Haushaltsbuch Ihr Einkommen, sowie die monatlichen Fixkosten ein. Dazu kommen noch die variablen Kosten und am Ende des Monats erfahren Sie per Mausklick ob Sie im jeweiligen Monat evtl. über Ihre Verhältnisse gelebt haben. Besonders interessant ist diese Methode für Menschen, die in einer Schuldenfalle stecken. Denn nur so erhalten sie einen konkreten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben und können diese in die richtige Richtung lenken. Deshalb wird das Führen eines Haushaltsbuches auch von vielen Schuldnerberatungsstellen angeboten.

 

Steuern sparen leicht gemacht

Die Steuerprogramme dagegen bieten sinnvolle Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Oft sind sie preiswerter als ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein, können aber trotzdem hilfreiche Tipps und Tricks geben. So werden Nutzer hier wie von einem roten Faden durch das Programm geführt und alle Eingaben werden leicht verständlich erklärt und wie in einem Fragebogen abgefragt.

So stellt die Steuererklärung auch für Laien kein Problem mehr dar.

Allerdings ist die Nutzung reiner Online-Programme nicht zu empfehlen, da diese keine weiteren Tipps und Tricks aufzeigen. Die Investition in eine Software zur Steuerberechnung lohnt sich also eher.

Updates – lohnende Investition

Wichtig ist es allerdings, immer die aktuellen Programmversionen zu nutzen bzw. sich die entsprechenden Updates herunter zu laden und zu installieren. Denn nur so kann, gerade bei den Steuer- und Buchhaltungsprogrammen, jede gesetzliche Neuerung beachtet werden. Außerdem sind die Updates wichtig, da sie evtl. vorhandene Sicherheitslücken der Vorgängerversion schließen.

Ein solches Update erhalten Sie dabei aber oft preiswerter als die komplette neue Version eines Programms. Denn die bisher bereits genutzten Module haben Sie ja mit dem Anschaffungspreis bereits bezahlt.

Eine stets aktuelle Dateneingabe sowie die aktuelle Version der Software sind also immer absolute Grundvoraussetzung für konkrete Zahlen und einen aktuellen Überblick über die Gesamtfinanzsituation. Dabei ist es wichtig, diese Programme immer einmal im Original, also rechtmäßig erworben zu haben, um unnötigen Sicherheitsrisiken vorzubeugen.

Die Anbieter von Finanzsoftware sind so vielfältig wie die Programme selbst. Die wichtigsten Anbieterseiten sind wohl www.lexware.de, www.wiso.de und www.starfinanz.de oder die Seite von Buhl.

 

• Lexware – Unternehmen

Dabei ist Lexware vor allem für die Unternehmenslösungen bekannt geworden. Sie erhalten hier Software für die Buchhaltung, die Lohnabrechung und die Auftragsbearbeitung. Diese kann man sowohl als einzelne Module bestellen, als auch als Komplettlösung erhalten. Der Vorteil einer Komplettlösung besteht vor allem darin, dass die Ausgangsrechnungen, oder die Lohnabrechnung direkt an die Buchhaltung übergeben werden können und dort automatisch verbucht werden, also ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand. Auch die Zahlungsabwicklung kann im Lexwarepaket mit integriert sein und direkt in die Buchhaltung übertragen werden. Weiterhin verfügt ein Lexwarepaket auch über eine Schnittstelle zu dem von Steuerberatern häufig eingesetzten DATEV – so können die Buchungen im Unternehmen erfolgen, an den Steuerberater elektronisch übergeben werden und dieser kann sie auf einfachste Weise korrigieren, sollten einmal Fehler aufgetreten sein.

Daneben bietet Lexware allerdings auch Softwarelösungen für Privatanwender an, die jedoch noch nicht ganz so bekannt sind.

• WISO – Steuern

WISO wurde hauptsächlich durch die Steuersoftware bekannt, wobei auch hier Lösungen für Unternehmen zu finden sind. Mit der WISO-Steuersoftware wird die private Steuererklärung oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung für Gewerbetreibende zu einem Kinderspiel, denn ähnlich einem Fragebogen werden hier alle relevanten Daten abgefragt. An den entsprechenden Stellen weist das Programm zudem auf mögliche Steuersparmöglichkeiten hin, so dass eine Steuererstattung durchaus zu erwarten ist.

• Starfinanz – E-Commerce / Onlinebanking

Starfinanz dagegen vertreibt hauptsächlich Software zum Onlinebanking bzw. für E-Commerce. So lassen sich hierüber leicht Pay-Pal- oder E-Bay-Geschäfte abwickeln. Für sicheres Online-Banking eine gute Lösung, zumal die Software auf den Privat- bzw. den gewerblichen Anwender abgestimmt ist.

Vergleiche

Die Preise der einzelnen Software-Produkte variieren sehr stark, je nachdem ob man sich für ein Komplett-Paket entscheidet oder nur einzelne Module benötigt. Ein Vergleich der Preise ist sinnvoll, da diese zwischen Internet und Einzelhandel deutlich schwanken.

Buhl Data ist einer der führenden Vertriebe für Finanzsoftware – dieses Unternehmen vertreibt die Produkte der unterschiedlichsten Anwender und bietet gleichzeitig den technischen Support dazu. Wichtig für eine passende Softwarelösung ist vor allem auch deren Vielfältigkeit und Aktualität.

Gerade in der Zeit der immer knapper werdenden finanziellen Mittel, ist das Thema Geld sparen in aller Munde. Spartipps werden immer wichtiger, weshalb auch im Buchhandel zunehmend Ratgeber zum Thema erhältlich sind.

Spartipps

• Elektro

Diese Tipps fangen damit an, dass Elektrogeräte an einen Mehrfachverteiler mit Kippschalter angeschlossen werden sollten, der des Nachts ausgeschaltet wird. So lässt sich Strom sparen, da die Geräte nicht ständig auf Standby stehen.

• Familienkasse

Aber auch ein Haushaltsbuch zu führen, mag eine sinnvolle Lösung sein. Denn dadurch lässt sich genau sagen, woher das Geld für die Familienkasse kommt und wofür es ausgegeben wird. Hat man das Haushaltsbuch erst einmal eine Weile geführt, lassen sich aus den eingegeben oder aufgeschriebenen Daten schnell enorme Einsparpotenziale finden. Man könnte Angebote nutzen oder Rabattaktionen, die häufig angeboten werden. Allerdings muss hier immer der Spritverbrauch mit einkalkuliert werden, der oftmals höher ist, als beim normalen Einkauf. Rechnet sich das Sonderangebot dann immer noch? Diese Frage sollte man sich unbedingt stellen, bevor man am Wochenende in fünf verschiedene Märkte fährt, um Brot, Butter und Milch zu kaufen.

Wichtig ist es auch, nie mit hungrigem Magen einzukaufen. Wer das schon einmal getan hat, weiß wie schnell unnötige Anschaffungen getätigt werden. Rein aus dem Hungergefühl heraus werden riesige Massen von Lebensmitteln gekauft, die dann gar nicht verzehrt werden können und weggeworfen werden müssen.

Die Budgetplanung, die sich mit dem Haushaltsbuch bestens organisieren lässt, bringt weitere Sparmöglichkeiten. So kann man sich als festes Ziel setzen, z. B. für Schuhe und Kleidung max. 100 € monatlich auszugeben. In einem Monat benötigt man keine Schuhe, im nächsten vielleicht gleich zwei Paar, die 100 Euro dürfen aber nie überschritten werden. Schon lässt sich eine Menge Geld sparen.

Ebenso kann man Gratisproben nutzen, die man im Internet nahezu an jeder Ecke findet.

Bei entsprechendem Verbrauch sollte man bei Angeboten auch gleich auf Vorrat kaufen, sofern die Waren nicht leicht verderblich sind (z. B. Kaffee). So amortisieren sich auch die Spritkosten schnell wieder. Mit ein wenig Übung und Anwendung solch kleiner Tipps, lassen sich leicht einige Hundert Euro sparen. Aber man muss konsequent bleiben.

 


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Über den Autor Maik Justus

Maik Justus wohnt mit seiner Familie in Bielefeld. Er beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Gesundheit, Abnehmen, Fitness sowie Wellness. Sich selbst beschreibt er als sehr Ehrgeizig. Maik ist selbst überzeugter Gesundheitsfanatiker und Fitnessfreak. Maik ist Vater von 3 Kindern.