Ist Tesla am Ende?

Veröffentlicht: 11. März 2019 | 10:36 Uhr
Ist Tesla am Ende?

Wenn es nach der Prognose eines amerikanischen Investors geht, ist Tesla am Ende und wird in naher Zukunft kollabieren. Elon Musk, der Chef des Unternehmens habe immer wieder Lügen erzählt und sich schließlich vor allem finanziell in eine außerordentlich gefährliche Position gebracht. Die Zukunft, so der Investor Mark Spiegel, gehört den deutschen Autokonzernen. Spiegel sagt den Kollaps von Elon Musk ziemlich selbstsicher voraus. Er zweifelt daran, dass Tesla seine Prognosen halten kann, denn Musk hat seine Anteile viel zu hoch beliehen. Das ist sehr gefährlich, falls die Aktien fallen sollten.

Der Absturz wird schlimm

Eines Tages wird das Unternehmen kollabieren und je länger es noch dauert, umso schlimmer wird der Absturz sein. Die Aktie, so Börsenexperten, ist extrem überbewertet und die Autos sind nicht sicher. Viele wundern sich darüber, dass die Autos von Tesla überhaupt eine Zulassung für Europa bekommen haben. Der Investor Mark Spiegel ist dafür bekannt, dass er Tesla immer wieder scharf kritisiert. Er hält seit nunmehr sechs Jahren Short-Positionen bei Tesla Aktien, angeblich im Wert von mehreren Millionen Dollar. Spiegel spekuliert damit auf die fallenden Preise der Aktien. Aus seiner Sicht erweist der Investor der Öffentlichkeit damit einen Dienst. Der Preis für die Aktie sei nur gerechtfertigt, wenn davon auszugehen ist, dass die Produktionszahlen in die Millionen gehen. Das jedoch hält nicht nur Spiegel für nahezu ausgeschlossen.

Sind die Autos wirklich gefährlich?

In regelmäßigen Abständen warnt Mark Spiegel vor den Sicherheitsproblemen bei den Tesla-Autos. In einem direkten Vergleich zu anderen modernen Wagen der Luxusklasse sind die Autos aus dem Hause Tesla sehr gefährlich. So lenkt der große Touch-Bildschirm den Fahrer ab und im Winter ist die Reichweite aufgrund der Batterieleistung stark vermindert. Die Model-3-Wagen sind nach Auffassung von Spiegel zudem „katastrophal schlecht verarbeitet“. Zudem soll Elon Musk immer wieder lügen. 2018 habe er behauptet, dass Tesla für 420,- Dollar pro Aktie vom Börsenmarkt genommen werden kann. Das ist nach Spiegels Ansicht eine glatte Lüge. Musk habe dafür nur eine „leichte Strafe“ bekommen, jeden anderen hätte man vor die Tür gesetzt. Der Grund für diese „leichte Strafe“ sei die große Angst, die der Aufsichtsrat vor Elon Musk hat. Auch viele Journalisten und Politiker lassen Musk angeblich alles durchgehen.

Tesla ist eine Sekte

Nach Mark Spiegels Meinung ist Tesla mehr eine Sekte oder eine Glaubensgemeinschaft, aber kein normales Unternehmen mehr. Seit Musk im Jahre 2014 behauptete, dass er alle Autos verkauft hat, obwohl noch 3000 auf Halde standen, war Spiegels Vertrauen in Tesla weg. Spiegel kritisiert aber nicht nur, er bescheinigt Musk auch, dass dieser ein cleverer Unternehmer ist. Musk ist es als Erstem gelungen, schicke flotte Autos mit einem Elektromotor zu bauen. Trotzdem könnten die Deutschen das noch besser, ihre Autos seien zuverlässiger und von besserer Qualität.

Mark Spiegel glaubt, dass Tesla auch ohne Elon Musk nicht mehr zu retten ist. Es sei definitiv zu spät, so der amerikanische Investor. Spiegel lag mit seinen zahlreichen Prognosen nicht immer richtig. So war er 2015 der Meinung, dass Amazon direkt nach Tesla das Unternehmen ist, das am meisten überbewertet wird. Die Aktie stieg damals allerdings von 372,- Dollar auf den heutigen Preis von 1670 Dollar.

Bild: @ depositphotos.com / ifeelstock

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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