Was sind Stellar Lumens?

Veröffentlicht: 29. Mai 2019 | 14:45 Uhr
Was sind Stellar Lumens?

Das Ziel von Stellar (XLM)? Man will mit der Zahungsplattform eine weltweite Verbindung zwischen Banken, Zahlungsanbietern und auch Menschen schaffen und so in weiterer Folge einen günstigen, transparenten und vor allem auch schnellen Geldtransfer ermöglichen. Stellar ist – anders wie etwa Ripple – eine Non-Profit-Organisation mit einem „Open Source“-Ansatz. Das ist wohl auch der Grund, warum sich Stellar wohl auch mehr im Dienste der Allgemeinheit sieht. Am Ende sollen nämlich auch die Märkte für all jene geöffnet werden, die aufgrund einer mangelnden Infrastruktur noch keinen Zugang zu der Finanzwelt gehabt haben.

Worin unterscheidet sich Stellar vom Bitcoin?

Stellar wurde im Jahr 2014 als sogenannter Ripple-Ableger geboren. Es war Jed McCaleb, der Mitbegründer von Ripple, der – wie er selbst betonte – philosophische Differenzen mit den anderen Ripple-Mitarbeitern hatte und sich so gegen den „Banken-Bitcoin“ entschied und eine Plattform schuf, die das Ziel verfolgen sollte, die zwischen den Menschen stattfindenden Zahlungen zu erleichtern.

Die Funktionsweise von Stellar erinnert an klassische dezentrale Zahlungstechnologien. Im Vordergrund befindet sich ein Netzwerk, das sich aus dezentralen Servern zusammensetzt. Doch in welchem Punkt unterscheidet sich Stellar vom Bitcoin? Hier wird das Prinzip des sogenannten Konsensprotokolls verfolgt, das nicht auf dem Mining-Netzwerk beruht, damit Transaktionen genehmigt werden können, sondern den Algorithmus des sogenannten Federated Byzantine Agreement (kurz: FBA) nutzt, sodass eine schnellere Transaktionsverarbeitung möglich wird. Hier wird also nur ein Teil des Netzwerks genutzt, um Transaktionen genehmigen oder validieren zu können.

Kommt es zur Umrechnungen zwischen den einzelnen Währungen, so versucht das Stellar Netzwerk den besten Wechselkurs zu finden. Hier macht man sich auf die Suche über die dezentrale Börse, die mit den diversen Kauf- wie Verkaufsangeboten der Anchors, das sind die Knotenpunkte im Netzwerk, die die Währung auch halten, übereinstimmt.

Ist es ratsam, sein Geld in Stellar zu investieren?

Doch sollte man jetzt Stellar kaufen – also sein Geld in das Projekt investieren? Derzeit befindet sich Stellar im Ranking der Top 100-Kryptowährungen auf Platz 9 (Marktkapitalisierung – Stand Mitte Mai 2019: 2,5 Milliarden US Dollar). Vom Allzeithoch ist man rund 84 Prozent entfernt – und das, obwohl der Kurs seit Anfang des Jahres ausgesprochen steil nach oben gegangen ist. Zu Beginn des Jahres lag Stellar einmal bei 0,08 US Dollar – Mitte Mai bewegte man sich bereits im Bereich der 0,13 US Dollar. Das Allzeithoch wurde am 3. Januar 2018 aufgestellt – damals lag man bei 0,87 US Dollar.

Folgt man den aktuellen Prognosen, so könnte der aktuelle „Krypto-Frühling“ aber sehr wohl dafür sorgen, dass auch der Preis von Stellar Lumens nach oben schießen wird. Vor allem auch deshalb, weil der Bitcoin auf seinem Höhenflug die Altcoins mitnimmt – steigt nämlich der Kurs des Bitcoin, so steigen in der Regel auch die Kurse der anderen Kryptowährungen.

Die Funktionen im Überblick

Was sind Stellar Lumens 2?
Lumens stellen das native Asset des Netzwerks dar. Das bedeutet, dass die Lumens, die in das Netzwerk gebracht wurden, dafür sorgen, dass dieses auch funktioniert. Der Lumen ist wie der Bitcoin – also eine virtuelle Zahlungseinheit. Innerhalb der Community kann mit Lumen Coins gezahlt werden – damit wird auch gesorgt, dass über die ganze Welt sehr schnelle wie auch einfach zu bearbeitende Transaktionen durchgeführt werden können.

Aktuell gibt es 100 Billionen Coins, die im Jahr 2014 in den Umlauf gebracht worden sind. 2015 wurde das Netzwerk erstmals einem Update unterzogen; in weiterer Folge fand die Transformation von Stellar zu Lumen statt, um so eine klare Unterscheidung zwischen der Kryptowährung und dem Netzwerk zu schaffen.

Derzeit haben Lumen zwei Funktionen: Einerseits geht es um die Anti-Spam-Rolle – aufgrund der Tatsache, dass bei jeder Transaktion eine Gebühr von 0,0001 Lumen anfällt,  kann so verhindert werden, dass die Blockchain mit sogenannten Denial of Service-Attacken geflutet wird und somit eine Attacke auf das Netzwerk erfolgt. Des Weiteren erleichtern Lumens auch den Zahlungsverkehr zwischen den verschiedenen Währungen – die Token sind eine Art Brücke zwischen den Währungspaaren, sodass ein Tausch, etwa zwischen Euro und US Dollar, zu geringen Gebühren ermöglicht wird.

Bild1: @ depositphotos.com / belchonock
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T. Hunter

T. Hunter

Ich bin seit mehreren Jahren als Autor unter verschiedenen Pseudonymen aktiv und freue mich auch hier schreiben zu dürfen.
T. Hunter
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