Aktuelles zum Kindergeld ( im Jahr 2015 ) » Finanzen Heute

Das Kindergeld ist schon jetzt eines der im Jahr 2015 meist diskutiertesten Themen der deutschen Politik. Neben Reizthemen wie der Frauenquote und dem Mindestlohn wird auch bezüglich der finanziellen Unterstützung von Familien kontrovers diskutiert. Eine Einigung scheint dabei aktuell in weiter Ferne, da hilft auch der teils stechende Ton verschiedener Politiker nichts. Dabei spitzt sich der Konflikt weiter zu und ein wochenlanger Streit ist im Moment sehr wahrscheinlich.

Ein Überblick zur aktuellen Kindergeld-Auseinandersetzung

– In Sachen Kindergeld

Aus den Reihen der CDU liegt ein klarer Vorschlag auf dem Tisch: eine auf zwei Jahre ausgelegte Erhöhung des Kindergeldes für Familien um sechs Euro pro Monat. Zudem soll für gering verdienende Eltern der Kinderfreibetrag sowie der Kinderzuschlag erhöht werden, so Finanzminister Schäuble.

Die SPD zeigt sich jedoch unzufrieden mit diesem Lösungsvorschlag. Eine Erhöhung um mindestens zehn Euro wäre im Sinne der Sozialdemokraten.

– Für Alleinerziehende

Erziehen Mütter oder Väter ihre Kinder allein, ziehen sie keinerlei Vorteile aus dem Ehegattensplitting. Einzig der Entlastungsvertrag greift in diesen Fällen. Dieser sieht vor, dass Alleinerziehende 1300 Euro von ihrem Bruttoeinkommen abziehen dürfen. Diese Grenze wurde seit dem Jahr 2004 nicht mehr angetastet, so dass die SPD hier Handlungsbedarf sieht und über eine Anhebung nachdenkt. Die CDU hält sich dazu jedoch weitestgehend bedeckt und auch im Familienpaket des Finanzministers Schäuble findet dieser Aspekt keine Beachtung.

Während die Politik sich streitet, brauchen Eltern Geduld

Insgesamt dreht sich in Sachen Kindergeld 2015 alles um eine unzufriedene SPD, einen besonders sparsamen Finanzminister und Eltern, die mit Spannung den Gesetzesentwurf erwarten, an dem Finanzminister Schäuble erneut nachbessern muss. Starker Gegenwind von Seiten der SPD und klare Einwände gegen den bereits vorliegenden Entwurf lassen befürchten, dass der anvisierte Abgabetermin Ende März nur schwer eingehalten werden kann.

Während die einen die „schwarze Null“ sowie die Steuermehreinnahmen als Anlass sehen, die Investitionen in der Familienpolitik zu optimieren, vertreten andere die Ansicht, man dürfe jetzt nicht direkt aus den Vollen schöpfen, um am Ende des Haushaltsjahres keine böse Überraschung zu riskieren.

Kindergeld und Kinderzuschlag 2015

Das Kindergeld hat die Aufgabe, die Grundversorgung des Nachwuchses zu sichern. Es wird von Geburt an bis zum 18. Lebensjahr beziehungsweise dem Ende der Berufsausbildung gezahlt. Zuletzt wurde das Kindergeld im Jahr 2010 um 20 Euro monatlich angehoben. Für das erste und zweite Kind haben Eltern seitdem Anspruch auf 184 Euro monatlich. Das dritte Kind bekommt pro Monat 190 Euro und ab dem vierten Kind werden 215 Euro ausgezahlt.

Der Kinderzuschlag bietet geringverdienenden Eltern zusätzlich die Chance, diesen Betrag aufzustocken. Diese Regelung beruht insbesondere darauf, das Abrutschen der Familien in die Inanspruchnahme von Hartz IV-Leistungen zu vermeiden. Dieser Zuschlag ist möglich, sobald Eltern lediglich ihren eigenen Lebensunterhalt abdecken können, nicht jedoch den des Kindes. Nach Beantragung und Bewilligung erhalten Familien 140 Euro monatlich pro Kind.

Studiert das Kind oder absolviert eine Lehre, ist es außerdem möglich, auch nach dem 18. Lebensjahr noch Kindergeld zu bekommen. Da dieses allein zur Grundsicherung des Kindes gedacht ist, kann der Betrag auch direkt an das Kind ausgezahlt werden.

Viel Rauch um nichts?

Ob die geplante Erhöhung des Kindergeldes von sechs Euro für Eltern eine besondere Hilfe ist, ist fraglich. Tatsächlich steigen die Lebenshaltungskosten ständig. Dass die Aufstockung von sechs Euro monatlich Eltern unterstützen soll, ist unbestritten. Trotzdem zeigen sich Experten ratlos: Ein derartiger Konflikt, der durchaus Potenzial für einen wochenlangen Streit um die Aufstockung der Familienunterstützung um lediglich sechs Euro je Monat birgt, ist doch relativ fragwürdig, so Experten.

Während Eltern also auf mehr Unterstützung hoffen, wird in der Koalition weiter diskutiert, gerechnet, kalkuliert und durchdacht. Auf weltbewegende Neuerungen in Sachen Kindergeld sollten Mütter und Väter jedoch, zumindest nach aktueller Sachlage, nicht warten. Wesentlich effektivere Aufstockungen als, mit etwas Glück, die vorgeschlagenen 10 Euro monatlich, werden wohl kaum durchgesetzt.


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Über den Autor Maik Justus

Maik Justus wohnt mit seiner Familie in Bielefeld. Er beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Gesundheit, Abnehmen, Fitness sowie Wellness. Sich selbst beschreibt er als sehr Ehrgeizig. Maik ist selbst überzeugter Gesundheitsfanatiker und Fitnessfreak. Maik ist Vater von 3 Kindern.