Was jetzt beim Tagesgeld-Wechsel beachtet werden sollte » Finanzen Heute

Was jetzt beim Tagesgeld-Wechsel beachtet werden sollte

Das Tagesgeld gilt mittlerweile zwar nach wie vor als sehr sichere, aber auch wenig rentable Anlageform. Aktuell sind es nicht einmal mehr 0,5 Prozent an Zinsen, welche die Banken im Durchschnitt betrachtet für Guthaben auf Tagesgeldkonten zahlen. Dennoch handelt es sich beim Tagesgeld noch immer um ein für viele Anleger geeignetes Produkt, insbesondere dann, wenn Kapital als Rücklage sehr sicher angelegt werden soll. Daher raten Experten dazu, Angebote zu vergleichen und bei einem eventuellen Wechsel der Bank nicht nur auf den Zinssatz, sondern noch auf weitere Faktoren zu achten.

Tagesgeld – Zinsen und Höhe der Rücklage

Die Zinsen hängen auch beim Tagesgeld maßgeblich davon ab, auf welchem Niveau sich der EZB-Leitzins eingependelt hat. Sollte dieser in der näheren Zukunft wieder ansteigen, ist es durchaus als wahrscheinlich anzusehen, dass es auch wieder höhere Tagesgeldzinsen gibt. Bis dahin sollte sich der Kunde natürlich für eine Bank entscheiden, die zumindest einen Zinssatz von 0,8 Prozent oder mehr anbieten kann. Derzeit sind es allerdings nicht einmal mehr zehn Anbieter in Deutschland, die beim Tagesgeld eine Verzinsung von mehr als 0,95 Prozent offerieren. Ebenfalls sollte auf die Höhe der Rücklage geachtet werden. Es macht keinen Sinn, zu hohe Kapitalsummen auf dem Tagesgeldkonto zu parken, weil die Rendite dafür einfach zu gering ist. Auf der anderen Seite ist es aber dennoch empfehlenswert, zumindest eine etwas größere Notreserve täglich verfügbar auf dem Tagesgeldkonto zu deponieren, die nach Ansicht zahlreicher Fachleute mindestens drei Monatsnettogehältern entsprechen sollte.

Einlagensicherung bei der Wahl des Anbieters berücksichtigen

Wer den Tagesgeldanbieterwechsel möchte, der sollte neben Zinsen und Höhe des Guthabens auch auf die Einlagensicherung achten. Dies ist insbesondere dann von großer Bedeutung, wenn es sich um Guthaben oberhalb von 100.000 Euro handelt. Bis zu diesem Betrag greift nämlich stets die gesetzliche Einlagensicherung, falls das Tagesgeldkonto bei einer Bank geführt wird, die ihren Hauptsitz in einem EU-Staat hat. Überschreitet das Guthaben jedoch 100.000 Euro, so würde dieser überschüssige Betrag nur dann bei Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit der Bank erstattet, falls das entsprechende Kreditinstitut einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen ist. Dies trifft insbesondere in Deutschland auf zahlreiche Banken zu, sodass es sich für Anleger lohnen kann, hier die maximalen Entschädigungssummen miteinander zu vergleichen.

Bild: © Depositphotos.com / srapulsar38

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Über den Autor Oliver Schoch

Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und war über 15 Jahre bei verschiedenen Banken und in diversen Bereichen tätig. Seit mittlerweile sieben Jahren ist er in Vollzeit als freiberuflicher Journalist und Online-Redakteur tätig. Webseite: www.autor-schoch.de