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Das neue Förderprogramm für Elektroautos

Leise und umweltschonend sind die Autos, die mit einem Elektromotor auf den Straßen unterwegs sind. Leider sind es aber noch nicht allzu viele dieser Autos, denn selbst wenn viele gerne ein Elektroauto kaufen würden, noch gibt es gravierende Mängel. Die Batterien der elektrisch betriebenen Wagen haben nur eine eher geringe Kilometerreichweite und an „Tankstellen“ hapert es immer noch. Das ehrgeizige Ziel der Bundeskanzlerin, in den nächsten Jahren Millionen Elektroautos auf die Straße zu bringen, ist nach Ansicht von Verkehrsexperten zum Scheitern verurteilt, aber jetzt hat sich die Regierung offenbar etwas Neues ausgedacht.

Elektroautos attraktiver machen

Am guten Willen fehlt es nicht, es ist die Realität, die viele Autofahrer davon abhält, vom Benziner oder Diesel auf einen Wagen mit Elektromotor umzusteigen. Was lange nur ein Gerücht war, wird jetzt offensichtlich Wirklichkeit, denn die Regierung will mit einem neuen Förderprogramm den Absatz von elektrisch angetriebenen Autos endlich den nötigen Schwung geben. In einem Gespräch mit der „Rheinischen Post“ sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), dass die Bundesregierung plant, noch mehr Anreize für den Kauf eines umweltschonenden Autos bieten zu wollen. Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und auch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) sprechen sich ebenfalls dafür aus, die Kaufanreize von staatlicher Seite aus zu erhöhen.

Wie soll die staatliche Förderung aussehen?

Was muss sich der deutsche Autofahrer unter einer Förderung beim Kauf eines Elektroautos vorstellen? Diese Frage konnte Alexander Dobrindt bis jetzt leider noch nicht beantworten. Im Gespräch ist aber angeblich eine Kaufprämie von bis zu 5.000 Euro. Eine andere Option sind wohl steuerliche Vorteile, um die Zahl der aktuell 30.000 zugelassenen Elektroautos deutlich zu erhöhen. Ein Grund, warum so wenig deutsche Autofahrer auf ein Elektroauto umsteigen, ist, dass der Staat bisher nur sehr zögerlich war, wenn es um den Kauf eines solchen Wagens ging. So werden momentan neu zugelassene Wagen die einen Elektromotor haben, für fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit und die Kommunen haben die Möglichkeit, die neuen E-Kennzeichen mit einigen Privilegien auszustatten, wie zum Beispiel mit Sondernutzungsrechten.

Das Problem des Tankens

Ein großes Problem, das viele Autofahrer noch vom Kauf eines elektrisch angetriebenen Autos abhält, ist die Tatsache, dass es kaum Möglichkeiten gibt, den Wagen wieder aufzuladen. Dieser heikle Punkt spielt offenbar beim neuen Förderprogramm eine wichtige Rolle, denn es heißt, dass der Ausbau eines Schnelllader-Netzes von stattlicher Seite vorangetrieben wird. Aktuell sind es bisher nur 400 Aufladestationen an den Autobahnraststätten in Deutschland, und diese Zahl soll in der Zukunft deutlich steigen. Das sagt zumindest der Verkehrsminister Alexander Dobrindt, er sieht seine Aufgabe darin, die Schnellladestationen flächendeckend auszubauen. Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket und einem weiteren Förderprogramm könnte es nach Ansicht von Experten vielleicht sogar gelingen, die von der Kanzlerin angestrebte Zahl an Autos mit Batterie bis zum Jahr 2020 auf die deutschen Straßen zu bringen.

Bild: © Depositphotos.com / tomwang


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.