Automarkt in USA boomt – leider nicht für deutsche Hersteller

Veröffentlicht: 8. Januar 2016 | 9:32 Uhr
Automarkt in USA boomt – leider nicht für deutsche Hersteller

Lange mussten die USA warten, bis der Automarkt wieder in Schwung kam, aber jetzt sieht es ganz danach aus, als würde das Jahr 2015 für den amerikanischen Autohandel als ein Rekordjahr in die Geschichte eingehen. Günstige Benzinpreise und vor allem sehr günstige Kreditzinsen machen den Amerikanern Lust auf den Kauf eines Autos, leider sind nur sehr wenige Autos von deutschen Herstellern dabei.

Schwere Zeiten für deutsche Autos

Die deutschen Anbieter haben es in den USA schwer, ihre Autos zu verkaufen. Schuld daran ist vor allem der lange Schatten, den der Skandal im Hause Volkswagen wirft, der viele Amerikaner nach wie vor verunsichert und vom Kauf eines deutschen Autos abhält. VW gerät durch die gefakten Abgaswerte immer mehr in Bedrängnis, und im Dezember mussten die Autobauer aus Wolfsburg ein Minus von 9,1 % gegenüber dem vorigen Jahr hinnehmen. Nur noch 30.956 Autos konnte VW im Dezember in den USA verkaufen und das, obwohl der Monat sogar zwei Verkaufstage mehr hatte.

Ehrgeizige Ziele für den Automarkt in den USA

Noch im Sommer 2015 hatte sich VW fest vorgenommen, 2018 rund 800.000 Autos in den USA zu verkaufen, davon kann jetzt keine Rede mehr sein. Als im September des vergangenen Jahres die Schummeleien rund um die Abgaswerte bekannt wurden, verhängte VW zunächst einen kompletten Verkaufsstopp in Amerika und seitdem schrumpft die Nachfrage immer mehr. Während die Amerikaner sehr skeptisch sind, wenn es um Autos von VW geht, verzeichnet der Automarkt in Deutschland ein Plus, denn im Dezember wurden 2,5 % mehr Wagen aus Wolfsburg auf die Straße gebracht.

Auch BMW und Daimler verlieren

Man könnte es einen Sog nennen, denn nicht nur VW muss mit einem Absatzrückgang auf dem amerikanischen Automarkt leben, auch andere deutsche Hersteller wie Daimler und BMW mussten im Jahr 2015 ein Minus hinnehmen. So verzeichnen die Autobauer aus Bayern ein Minus von 17,7 % in den USA, vor allem der Verkauf des beliebten 3er Modells aus dem Hause BMW musste richtig Federn lassen, die Umsätze brachen um 60 % ein. Ebenfalls nicht besonders rosig sieht der US-Handel für Daimler aus, die Wagen aus Untertürkheim konnten nur ein mageres Plus von 1,7 % verzeichnen.

Amerikanische Autos sind gefragt

Die Amerikaner haben die Vorzüge der heimischen Autohersteller wieder für sich entdeckt, denn der Branchenführer General Motors hat ein dickes Umsatzplus von 5,7 % und bei Ford Motors waren es sogar 8,3 %. Noch beliebter war nur noch Fiat Chrysler mit einem Zuwachs von 12,6 % im vergangenen Jahr. Neben amerikanischen Autos sind es vor allem auch die japanischen Autohersteller, die sich freuen können. Der VW Rivale Toyota Motors verbucht Zuwächse von 10,8 % und Konkurrent Nissan Motor kann sich über ein Umsatzplus von 19 % freuen.

Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

Das könnte Sie auch interessieren:

Regenwasser als Scheibenwischwasser – clevere Idee von zwei … Köln (ots) - - Gewinnung von Wischwasser aus Regen - diese Idee stammt von zwei Kindern und wurde kürzlich in Jülich bei "Jugend forscht" ausgezeichnet - Bei rund 290 Millionen Autos auf europäischen Straßen hätte ein solch nachhaltiges System großes Potenzial zur Wassereinsparung - Das System wurde anhand eines Ford-Modellautos präsentiert, dann wurde die Idee in einem Prototypen eines Ford S-MAX eingesetzt Diese Idee könnte in Zukunft helfen, Milliarden Liter Wasser zu sparen: Anstatt einfach nur Regentropfen von der Windschutzscheibe abzuwischen, könnten unsere Fahrzeuge das Regenwasser auf...
auto motor und sport und HUK-COBURG zeichnen Kampagne „BE SMART!“ mit … Stuttgart/Coburg (ots) - Der auto motor und sport mobility & safety Award, der gemeinsame Verkehrssicherheitspreis von auto motor und sport und HUK-COBURG, wird in diesem Jahr an die Kampagne "BE SMART! - Hände ans Steuer, Augen auf die Straße!" verliehen. Der Award ist mit 10.000 Euro dotiert und wird heute im Rahmen des auto motor und sport-Kongresses in Stuttgart überreicht. Diese Verkehrssicherheits-Kampagne hat der Automobilclub "Mobil in Deutschland e.V." mit Sitz in München 2015 gemeinsam mit dem TÜV Süd gestartet. "BE SMART!" weist mit seinen Aktionen auf die Gefahren bei der Nutzu...
Renault Bank ist Finanzdienstleister für die Marke Alpine Neuss (ots) - Die Renault Bank ist Finanzdienstleister der französischen Automobilmarke Alpine in Deutschland. Zum Produktportfolio der Renault Bank gehören nicht nur Finanzierung und Leasing, sondern auch eine Autoversicherung speziell für Alpine Kunden. Die Renault Bank ist mit ihren Kundenangeboten an allen elf deutschen Alpine Stützpunkten in Deutschland vertreten. Christophe Guiot, Alpine Territory Manager: "Alpine ist eine französische Rennsportlegende. Alpine ist wieder auf dem Markt. Darüber freuen wir uns. Mit der Renault Bank haben wir eine Automobilbank an unserer Seite, die eine gr...

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.