News: Handel ausgesetzt – Chinas Börsen rutschen in den Keller » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Handel ausgesetzt – Chinas Börsen rutschen in den Keller

Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen muss China seinen Börsenhandel komplett aussetzen, denn erneut sind die Kurse in den Keller gerutscht. Nur 30 Minuten dauerte der Handelstag an Chinas Börsen, dann wurde klar, dass die Turbulenzen so heftig sind, dass es keinen Sinn mehr machte, weiter zu handeln. Aber nicht nur die Börsen in China sind unter Schock, auch der weltweite Handel steht jetzt massiv unter Druck.

Was ist an Chinas Börsen los?

Die Börsen der Welt blicken mit großer Sorge nach China, denn dort bekommt man offensichtlich die schweren Probleme nicht in den Griff. Zum Anfang des neuen Jahres ist an den chinesischen Börsen ein Schutzmechanismus in Kraft, der immer dann greift, wenn die Kurse um fünf Prozent fallen. Ist das der Fall, dann wird der Börsenhandel für einen Zeitraum von 15 Minuten automatisch ausgesetzt. Jetzt fielen die Kurse um sieben Prozent und diesmal wurde nicht nur die Notbremse gezogen, der Handel wurde gleich ganz ausgesetzt.

Der abgeschwächte Yuan sorgt für Irritationen

Nachdem die Kurse am Anfang der Woche bereits stark eingebrochen waren, entschloss sich die chinesische Regierung, Milliarden Yuan in den Markt zu pumpen. Auch neue Maßnahmen waren im Gespräch, um die schwankenden Kurse zu stabilisieren. Diese Maßnahmen griffen aber leider nur kurzfristig, denn die Anleger haben offenbar das Vertrauen in eine langfristige Stabilität verloren. Irritiert sind die Börsen der Welt aber auch über die erneute Schwächung der Landeswährung Yuan gegenüber der Leitwährung, dem US-Dollar und die chinesische Regierung fürchtet jetzt zurecht, dass sich immer mehr Anleger aus dem Handel zurückziehen und eine Kapitalflucht einsetzt.

Welche Ursachen hat der Kurseinbruch?

Allgemein sieht es an den Börsen der Welt im Moment nicht rosig aus. Nordkorea sorgt mit seinem jüngsten Atombombentest für Unruhe und auch der Streit zwischen den führenden Ölländern Iran und Saudi-Arabien hat die Kurse an der New Yorker Wall Street bereits am Mittwoch ins Minus rutschen lassen. Jetzt kommt der Einbruch der Kurse an Chinas Börsen dazu und dieser belastet nicht nur den Handel in Asien.

Das Verkaufsverbot wird verlängert

Die Börsen in China stehen schon länger auf wackeligen Füßen. Schon im September 2015 wurde von der chinesischen Wertpapieraufsicht ein Verkaufsverbot für einige sehr große Investoren verhängt, aber dieses Verbot sollte eigentlich am Freitag vergangener Woche wieder aufgehoben werden. Jetzt hat es sich die Wertpapieraufsicht offenbar anders überlegt und das Verbot für Großinvestoren erst einmal auf unbestimmte Zeit verlängert. Zudem wurden noch weitere Maßnahmen angekündigt, die verhindern sollen, dass in unsicheren Zeiten massenhaft Aktien verkauft werden können. Seit 2014 kämpft China mit den Kursen, die seitdem eine Berg- und Talfahrt machen. Der Regierung in Peking bleibt jetzt nichts mehr anderes übrig, als immer mehr Geld in die Märkte zu pumpen, ob das allerdings auf Dauer hilft, ist mehr als fraglich.

Bild: © Depositphotos.com / koydesign

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.