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Wie attraktiv sind Minikredite?

Wer kennt das nicht? Das Geld auf dem Girokonto schmilzt wie Eis in der Sonne und es ist noch viel vom Monat übrig. Nicht selten gibt ausgerechnet jetzt die Waschmaschine ihren Geist auf oder das Auto braucht dringend eine Reparatur. Eine Möglichkeit ist, das Konto mit einem sogenannten Dispokredit zu überziehen, aber das ist oft eine sehr teure Angelegenheit. Eine andere Möglichkeit ist einen Minikredit aufzunehmen, um so mit dem Dispo nicht in die Schuldenfalle zu laufen. Aber wie attraktiv sind Minikredite und was sollte vor der Beantragung beachtet werden?

Was macht Minikredite so besonders?

Kredite sind für die Banken ein gutes Geschäft, denn je höher die Kreditsumme ist, umso mehr verdient die Bank. Lange Laufzeiten kommen den Geldinstituten ebenfalls sehr gelegen, denn auch damit lässt sich bei einem Kredit gutes Geld verdienen. Wer aber nur ein neues Smartphone benötigt, der braucht weder eine hohe Kreditsumme noch eine lange Laufzeit für das Darlehen. In diesem Fall haben sich Minikredite bewährt, denn diese kleinen Ratenkredite sind schon ab einer Kreditsumme von 100,- Euro zu haben, und für die Rückzahlung kann sich der Kreditnehmer zwischen 15 und 30 Tagen Zeit lassen. Auf diese Weise bleibt ein Kredit immer überschaubar und vor allem sehr gut planbar.

Was sollte beachtet werden?

Wie bei allen anderen Krediten, so sollte auch bei Minikrediten auf den effektiven Jahreszins geachtet werden, denn dieser ist bei einigen Anbietern sehr hoch. Aktuell schwanken die Zinsen für Minikredite zwischen günstigen 8,95 % zum Beispiel bei der TARGOBANK, und teuren 14 % bei anderen Anbietern wie Cashper oder Vexcash. Was einen Minikredit aber besonders teuer machen kann, das sind die Zusatzleistungen, die angeboten werden. So werden zum Beispiel knapp 40,- Euro zusätzlich verlangt, wenn sich der Kunde für eine schnelle Blitzüberweisung am gleichen Tag entscheidet, auch wer den Zeitraum der Laufzeit verlängern möchte, der muss eine zusätzliche Gebühr zahlen.

Die Geschichte hinter den kleinen Krediten

Minikredite sind unter dem Namen Mikrokredite bekannt geworden. Ursprünglich waren diese kleinen Darlehen für Menschen in Entwicklungsländern gedacht. Die ersten dieser Mikrokredite wurden schon 1971 in Togo vergeben, 1976 dann auch in Bangladesch. Initiiert wurde die Vergabe von Mikrokrediten von Muhammad Yunus, der 2006 zusammen mit der Grameen Bank für seine Idee mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Mit den kleinen Krediten soll den Menschen geholfen werden, die in Armut leben, um sich beruflich auf eigene Beine zu stellen. Nach Europa kamen die kleinen Kredite mit den kurzen Laufzeiten in den 1990er Jahren und sie erfreuen sich bis heute einer sehr großen Beliebtheit. Wenn es um kleine Neuanschaffungen oder um die Überbrückungen von kurzfristigen finanziellen Engpässen geht, dann ist ein Minikredit empfehlenswert, denn kaum jemand möchte sich mit einer hohen Kreditsumme und einer langen Laufzeit belasten.

Bild: © Depositphotos.com / hayatikayhan


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.