Bezahlen mit D-Mark – immer mehr Verbraucher nutzen Angebot » Finanzen Heute

Bezahlen mit D-Mark – immer mehr Verbraucher nutzen Angebot

Seit 14 Jahren gibt es den Euro, der nach Ansicht vieler ein „Teuro“ ist. Es sind nicht nur Nostalgiker, die von den Zeiten schwärmen, als das Bezahlen mit der D-Mark noch möglich war, viele haben noch eine D-Mark Reserve zu Hause und freuen sich, wenn Geschäfte Sonderaktionen bieten und die Einkäufe mit der D-Mark bezahlt werden können. Mittlerweile ist es so etwas wie ein Trend, wer beispielsweise bei Kaufland einkaufen geht, kann wählen, wie er bezahlen möchte.

Bezahlen mit der D-Mark – Kaufland macht es möglich

Seit Anfang des Jahres bieten die mehr als 640 Kaufland Filialen ihren Kunden die Möglichkeit, auch mit der D-Mark zu bezahlen. „Zahlen (fast) wie damals“, lautet das neue Angebot, und zu diesem Zweck hat die Supermarktkette extra einige Artikel im Retro Style ins Sortiment genommen. Da gibt es die Kiste Bier für 19,56 Mark, die Flasche Sekt für 4,34 Mark und den Kaffee für 7,37 Mark. Kunden, die sich über den Wechselkurs informieren möchten, können das auf der Homepage des Unternehmens, denn dort gibt es einen Umtauschrechner von Euro in D-Mark. Allerdings hat sich am Wechselkurs seit 2001 nichts geändert, noch immer bekommt man für 1,95583 Mark einen Euro.

Eine Parallelwährung?

Nach Aussage von Kaufland wird das Angebot bislang sehr gut angenommen. Auch eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov zeigt, dass Bezahlen mit der D-Markt beliebt ist, denn 54 % der Deutschen haben Scheine und Münzen aus der D-Mark Zeit gehortet und nutzen die Möglichkeit, damit zu zahlen. Die Bundesbank schätzt, dass noch immer 13 Milliarden DM im Umlauf sind, mehr als die Hälfte der Summe besteht übrigens aus Münzen. Eine noch größere Summe wird im Ausland vermutet, wie viele D-Mark Münzen bei Sammlern zu finden sind, darüber kann nur spekuliert werden.

Ein Angebot, das ankommt

Nicht nur Kaufland bietet seinen Kunden das Bezahlen mit der D-Mark an, auch viele andere Geschäfte akzeptieren noch die alte Währung. So hat eine Apotheke in Mainz immer noch eine Zählmaschine für die D-Mark Münzen und Scheine, ein Kaufhaus in Nierstein berichtet, dass immer öfter Kunden mit Fünfzigern und Zwanzigern bezahlen und auch bei Karstadt können die Kunden im Rahmen von entsprechenden Aktionen, mal wieder mit der Mark bezahlen. Das Traditionsunternehmen C&A akzeptiert schon seit 2004 die D-Mark als alternatives Zahlungsmittel zum Euro, allerdings hält sich der Umsatz in DM in Grenzen, im vergangenen Jahr war es eine Summe zwischen 50.000 und 100.000 D-Mark.

Was macht die D-Mark so beliebt?

Als der Euro eingeführt wurde, war vielen Menschen schnell klar, dass die neue Währung den Alltag nicht günstiger macht. Die Preise für viele Artikel schossen in die Höhe und das ist vielleicht ein Grund, warum das Bezahlen mit der D-Mark immer noch so beliebt ist.

Bild: © Depositphotos.com / frizio


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.