Eine Versicherung für den Alltag – die Haftpflichtversicherung

Eine Versicherung für den Alltag – die Haftpflichtversicherung

Eine Versicherung für den Alltag – die Haftpflichtversicherung – finanzen-heute.com

Versicherungen gibt es viele, einige sind komplett überflüssig, einige sind hingegen sinnvoll. Zu diesen Versicherungen gehört auch die Haftpflichtversicherung. Man sollte die Haftpflichtversicherung allerdings nicht als eine Art Garantieschein für ein rundherum sorgloses Leben sehen, denn wer das macht, der wird unter Umständen eine böse Überraschung erleben. Für eine Haftpflichtversicherung gilt: Sie zahlt immer dann, wenn der Versicherungsnehmer einer anderen Person unbeabsichtigt einen Schaden zufügt, aber es gibt auch scheinbar vermeintliche klare Fälle, in denen die Versicherungen gesagt haben: Das übernehmen wir nicht.

Vorsicht auf dem Parkplatz

Wer allzu sorglos mit seinem Einkaufswagen über den Parkplatz des örtlichen Supermarkts kurvt, der kann eine böse Überraschung erleben. Wenn sich der Wagen plötzlich selbstständig macht und einen neuen sündhaft teuren Wagen streift, dann ist nicht die Haftpflichtversicherung zuständig, sondern die Kfz-Versicherung. Das Gleiche gilt, wenn mit dem Einkaufswagen eine Schramme ans fremde Auto kommt, denn sobald das eigene Auto geöffnet wurde, ist die Haftpflichtversicherung aus dem Spiel. Zwar wird die Kfz-Versicherung für den entstandenen Schaden aufkommen, aber man wird in einen schlechteren Tarif zurückgestuft. Je nachdem, wie groß der Schaden ist, ist es das immer noch günstiger, als ihn selbst zu bezahlen.

Haftpflichtversicherungen und Gefälligkeitsleistungen

Beim Nachbarn die Blumen gießen, den Freunden beim Umzug helfen, das sind sogenannte Gefälligkeitsleistungen, die jeder kennt. Aber was passiert, wenn beim Blumengießen eine teure Vase zu Bruch geht, oder beim Umzug die Kiste mit dem kostbaren Porzellan zu Boden geht? Die Haftpflichtversicherungen sagen klipp und klar, wer anderen Menschen einen Gefallen tut, der muss für den Schaden, der dabei entsteht, nicht haften. Deshalb zahlen die meisten Versicherungen auch nicht, denn streng genommen ist dem Freund oder dem Nachbarn ein Schaden entstanden, nicht aber dem Versicherten. Einen Anspruch auf Ersatz gibt es daher nicht, das Ganze fällt unter die Rubrik eigene Dummheit.

Vorsicht auch mit Haustieren

Kaum jemand kann Nein sagen, wenn die Freundin die Bitte äußert, mal mit dem Hund einen kleinen Spaziergang zu machen. Diese Gefälligkeit kann allerdings sehr teuer werden, und zwar immer dann, wenn der Hund unterwegs etwas anstellt und zum Beispiel ein Kind beißt. In diesem Fall muss derjenige für den Schaden aufkommen, der den Hund an der Leine hatte, die Haftpflichtversicherer verweisen auf die Hundeversicherung, denn potenziell gilt jeder Hund als gefährlich. Noch teurer wird es, wenn der Hund einen Radfahrer zum Stürzen bringt und dieser sich verletzt. Dann muss nicht nur das Rad ersetzt werden, auch die Kosten für die Behandlung und das Schmerzensgeld muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden, die Haftpflichtversicherer nehmen sich davon nichts an. Schäden, die durch kleinere Tiere wie Hamster, Fische oder Wellensittiche entstehen, sind meist durch die Privathaftpflichtversicherung abgesichert, bei Hunden, Katzen oder auch Pferden sieht das ein wenig anders aus.

Bild: © Depositphotos.com / utah778

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.