News: GAFA – die Gefahr der Dominanz durch große Konzerne » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> GAFA – die Gefahr der Dominanz durch große Konzerne

Sind sind nur zu viert, aber sie haben das Potenzial, die ganze Welt zu beherrschen. Sie erobern die Welt nicht mit Panzern und Gewehren, sie haben Geld, und zwar sehr viel Geld. Zusammen haben diese vier Konzerne Aberbillionen von Dollar und damit mehr Kapital als einige Staaten auf dieser Welt. Sie sind als kleine Start-up-Unternehmen in Garagen gestartet und sind heute die globalen Giganten – die GAFA, Google, Apple, Facebook und Amazon.

Der gigantische Marktwert der GAFA

Zusammen sind die vier großen Konzerne 1,7 Billionen Dollar wert und übersteigen damit das Bruttosozialprodukt der ehemaligen Sowjetunion. Sie stellen damit eine Gefahr und ein nicht zu unterschätzendes Risiko für den Rest der Welt dar. Zu diesem Ergebnis ist die Eurasia Group, eines der bedeutendsten Analysehäuser der USA gekommen. Dort ist man der Ansicht, dass es nicht mehr die klassischen Politiker sind, die die Welt regieren, es sind vielmehr Akteure, die mit Politik nichts zu tun haben, die aber weitaus mächtiger sind und ihre eigenen politischen Ziele verfolgen. Was aber besonders beunruhigend ist, das ist die Tatsache, dass die GAFA immer einflussreicher wird.

Keine Kontrolle

Auch wenn der GAFA keine bösen Absichten unterstellt werden, die Gründer und die führenden Manager der vier großen Konzerne kümmern sich nicht mehr um demokratische Kontrollen und keine Volksgemeinschaft oder die Regierung irgendeines Landes kann sie zur Rechenschaft ziehen. Im Unterschied zu Politikern sind die vier Konzerne der GAFA nicht berechenbar. Politiker sind es, denn sie sind immer abhängig von den Stimmen ihrer Wähler und damit auch leichter manipulierbar, die GAFA ist es nicht und das macht sie gefährlich.

Gegeneinander ausspielen

Schon jetzt zeichnet sich ab, wie die GAFA arbeitet, denn die vier großen Konzerne unterlaufen die offizielle Politik, wie es ihnen passt. So ist es zum Beispiel zu einem beliebten „Spiel“ geworden, die Staaten gegeneinander auszuspielen. Als amerikanische Politiker den Chinesen vorwarfen, dass sie Cyberspionage betreiben, waren es die Manager der GAFA, die gleichzeitig die wichtigen Technologiechefs offen umwarben. So bezeichnete Tim Cook, der Chef des größten Konzerns Apple, China als einfach großartig und postete ein Bild, das ihn an der Chinesischen Mauer zeigt. Darunter stand die Botschaft: Er sei so glücklich, wieder da zu sein. Das Ziel der Reise war aber zu erreichen, dass China seine Sperrungen für Google, Facebook und Twitter lockert.

Brüssel rüstet auf

Lange haben die Politiker der EU versucht, der GAFA mit Diplomatie zu begegnen, jetzt will man offensichtlich zum Angriff über gehen. Die neue Wettbewerbskommissarin der EU Margrethe Vestager will nicht die sanften Methoden ihres Vorgängers Joaquín Almunia übernehmen, sie hat eine Klage gegen Google angestrebt, die wenn sie erfolgreich ist, Google zu harten Auflagen zwingen wird, und die den Konzern bis zu 6,6 Milliarden Dollar kosten kann.

Bild: © Depositphotos.com / koya979

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.