Warum die Katzenklappe zum Versicherungsfall werden kann

Warum die Katzenklappe zum Versicherungsfall werden kann

Warum die Katzenklappe zum Versicherungsfall werden kann – finanzen-heute.com

Die Katze ist so etwas wie die Königin unter den Haustieren, denn in Deutschland leben 12,3 Millionen Stubentiger und damit gibt es fast so viele Katzen wie Kinder (12,4 Millionen). Katzen sind stolz, sie sind zuweilen arrogant, sie sind eigenwillig und sie lieben ihre Freiheit. Damit dieses eigensinnige und freiheitsliebende Geschöpf kommen und gehen kann, wann es möchte, gibt es in vielen Haushalten eine Katzenklappe in der Haustür. Viele Katzenbesitzer wissen aber nicht, dass diese spezielle Klappe den Versicherungsschutz gefährden kann.

Immer mehr Einbrüche

Die Zahl der Einbrüche nimmt in Deutschland stetig zu und ist laut „Spiegel“ in einigen Bundesländern um bis zu 30 % gestiegen. In den dunklen Jahreszeiten Herbst und Winter schnellen nach Angaben der Polizei die Zahlen der Einbruchdelikte in die Höhe, und die meisten Einbrecher kommen entweder durch ein Fenster oder durch die Tür ins Haus. Katzenbesitzer, die im Erdgeschoss wohnen, haben vielfach eine Katzenklappe in der Haustür und damit ist aus Sicht der Versicherungen die Tür nicht mehr einbruchsicher. Wird eingebrochen, dann spielt es für die Versicherungen keine Rolle, auf welche Art der Einbrecher durch die Klappe ins Haus gelangen konnte, ob er mit einen Griff durch die Klappe oder mit einem Hilfsmittel Zugang zum Haus hatte.

Die Katzenklappe ist fahrlässig

Der Verein TASSO e. V. hat auf seiner Webseite einige interessante Gerichtsurteile aufgeführt, die sich mit dem Thema Katzenklappe und Einbrüche geschäftigen. So haben die Hausbesitzer, die eine Klappe für die Katze in der Haustür haben, bei einem Einbruch keine Entschädigung bei ihrer Versicherung geltend machen können, denn sie haben nach Ansicht der Richter grob fahrlässig gehandelt. Durch die Klappe war es dem Einbrecher möglich, die Türe zu öffnen, was ihm ohne die Klappe nicht so einfach gelungen wäre. Vielfach entfällt in solchen Fällen der komplette Schutz der Versicherungen, aber es gibt auch Fälle, bei denen sich die Versicherungen und die Hausbesitzer geeinigt haben und die Versicherung wenigstens zum Teil für den Schaden aufkommt.

Der Versicherungsschutz in der Mietwohnung

Wer zur Miete wohnt und eine praktische Klappe für die Hauskatze einbauen möchte, der muss zunächst seinen Vermieter fragen, ob dieser damit einverstanden ist. Gibt der Vermieter grünes Licht, dann muss sich der Katzenbesitzer keine Sorgen machen, denn die Türen wie auch die Fenster gehören dem Vermieter und er muss mit der Versicherung verhandeln. Wer aus einer Mietwohnung mit Klappe für die Katze auszieht, der muss die Klappe wieder entfernen, und zwar auf eigene Kosten.

Die Alternative zur Klappe in der Tür

Um den Ärger mit der Versicherung zu vermeiden, falls es zu einem Einbruch kommen sollte, gibt es neben der Klappe in der Haustür noch die Möglichkeit, eine Klappe für die Katze in die Wand einzubauen, und zwar im ausreichenden Abstand zu Türen und Fenstern.

Bild: © Depositphotos.com / albund

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.