Sind Immobilien eine gute Geldanlage? » Finanzen Heute

Sind Immobilien eine gute Geldanlage?

Wenn die Währung an Wert verliert, dann werden Immobilien als Geldanlage besonders interessant. Immer mehr Deutsche setzen auf das sogenannte „Betongold“ und investieren ihr Geld in Häuser und Wohnungen. Wie die FAZ berichtet, wollen viele auf eine Immobilie setzen, denn die Chancen, dass sich der Kauf eines Hauses auch auf lange Sicht rentiert, sind hoch. Aber lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage überhaupt und was sollte beim Kauf beachtet werden?

Immobilien als Geldanlage – die Vorteile

Die Zinsen sind momentan sehr günstig und das macht den Kauf einer Immobilie um so reizvoller. Dazu kommen noch die staatlichen Zuschüsse wie das Wohn-Riester, das es noch attraktiver macht, Geld in ein Haus oder eine Wohnung zu investieren. Wer eine Immobilie kauft und sie auch selbst bewohnt, der hat gegenüber demjenigen, der in andere Kapitalanlagen investiert, den Vorteil, dass er schon nach wenigen Jahren aus finanzieller Sicht deutlich besser dasteht. Eine Eigentumswohnung mit 100 Quadratmetern, die 180.000 Euro kostet, bietet auf lange Sicht gesehen mehr als eine fest verzinsliche Geldanlage, die mit vier Prozent verzinst wird.

Es kommt auf die Entwicklung des Marktes an

Auch wenn es um Immobilien als Geldanlage geht, dann sollten Anleger wie bei jedem anderen Finanzprodukt, die Entwicklung des Marktes im Auge behalten. Wird eine Immobilie zu einem sehr hohen Preis angeboten, dann sollten Anleger immer skeptisch sein, denn wenn der Markt, was das Preisniveau angeht, absinkt, dann wird die Immobilie schnell zu einem Verlustgeschäft. Neben dem Markt spielt bei Immobilien auch die Lage eine entscheidende Rolle, ob sich ein Kauf lohnt oder eher nicht.

Die Lage entscheidet

Häuser und Wohnungen in den zentralen Lagen der großen Städte sind begehrt, denn sie gelten als besonders rentabel. Allerdings sind diese Häuser nicht eben günstig zu bekommen, Experten raten aber trotzdem dazu, hier zu investieren. Die Zukunft liegt in den Städten und da Mietwohnungen immer knapper werden, kann mit einer Immobilie in Citylage Geld verdient werden. Ganz anders sieht es aus, wenn es um eine passende Immobilie in einer ländlichen Region geht. Auf dem Land ist die Infrastruktur nicht so gut, viele Orte sind verkehrstechnisch nicht so gut aufgestellt und das macht nicht nur das Landleben, sondern auch den Immobilienkauf auf dem Lande unattraktiv.

Gibt es auch Nachteile?

Ein großer Nachteil der Immobilie als Geldanlage ist die sehr lange Bindung ans Kapital und die nicht selten sehr hohe Verschuldung. Nur die wenigsten können ein Haus mit dem bezahlen, was auf dem Sparkonto oder auf dem Girokonto ist, die meisten müssen bei der Bank ein hohes Darlehn aufnehmen. Viele Anleger setzen die Mieten so hoch an, dass sie damit die Kreditraten bezahlen können, aber wenn die Miete ausfällt, weil es vielleicht Ärger mit dem Mieter gibt, dann gerät der komplette Finanzierungsplan ins Wanken.

Bild: © Depositphotos.com / fantazista


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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.