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<span class=ns>News:</span> GEZ – immer mehr Deutsche verweigern die Zwangsabgabe

Vier Millionen deutsche Haushalte wollen einfach nicht mehr gezwungen werden, die GEZ zu bezahlen, sie verweigern die staatlich verordnete Abgabe. Der Boykott ist eine Art Protest gegen die stetig steigenden Steuern und Gebühren, aber auch ein Protest gegen das „Verdummungsfernsehen“, das nach Ansicht vieler nur noch aus belanglosen Sendungen, Wiederholungen, Kochshows und Talkrunden besteht. Auch die zunehmende Verunsicherung über die Richtigkeit der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender bringt immer mehr Menschen dazu, die Gebühr zu verweigern.

Die Deutschen sind ein Volk von Duldern

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen nimmt jede Steuererhöhung einfach hin und bezahlte in der Vergangenheit auch die GEZ, ohne zu murren. Die Regierung konnte sich auf in Volk verlassen und musste nicht damit rechnen, dass das öffentlich-rechtliche System der Medien wie in der Schweiz, kurz und klein geschlagen wurde. Die Schweizer hatten sich denkbar knapp im Rahmen einer Volksabstimmung für die Abgabe entschieden, aber seitdem kocht beim Nachbarn die Volksseele bei denen, die keine Zwangsabgabe zahlen wollen. Jetzt scheint sich aber das Blatt zu wenden, denn im Jahr 2014 haben vier Millionen Haushalte einfach nicht bezahlt und das sind 90 % mehr als noch im Jahr 2013. Der Trend hält offenbar an, denn die Gebühreneinzugszentrale kommt mit dem Verschicken der Mahnbescheide nicht mehr nach.

Die Zahlung an die GEZ einfach vergessen

In den vergangenen zwei Jahren sind rund 20 Millionen Mahnbescheide an die säumigen GEZ-Zahler auf den Weg gebracht worden und in 900.000 Fällen wurde auch eine Vollstreckung erwirkt. Immer mehr Deutsche „vergessen“ einfach zu bezahlen, weil ihnen die Zwangsabgabe gegen den Strich geht, und sie werden erst dann wieder wach, wenn die Aufforderung zum Zahlen ins Haus flattert.

Was passiert eigentlich mit den Milliarden?

Der Staat und die Bundesländer verdienen mit den Gebühren für Radio und Fernsehen jedes Jahr rund 7,5 Milliarden Euro und die Frage, was mit dem vielen Geld eigentlich passiert, interessiert immer mehr Deutsche. Alleine an Überschüssen sind 1,5 Milliarden Euro zusammengekommen und die Ministerpräsidenten der Länder überlegen jetzt, was sie mit dem Geld tun sollen. Das Geld könnte in das Programm einfließen, die Gehälter der zahlreichen Moderatoren könnten erhöht und die Werbung weggelassen werden. Aber die Pläne gehen in eine andere Richtung, denn zwei Gutachten sind zu der Erkenntnis gekommen, dass ein sogenanntes Subsidiaritätsprinzip das Beste wäre, vereinfacht gesagt, die öffentlich-rechtlichen Sender sollen nur noch das anbieten, was die private Konkurrenz nicht im Angebot hat.

Das System ist überholt

Nach Ansicht von Kritikern ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen längst überholt. Im digitalen Zeitalter informieren sich die Menschen nicht mehr alleine durch das Fernsehen und den Rundfunk, sie surfen vielmehr im Internet, informieren sich dort und sehen sich auch vermehrt Filme und Serien an. Dagegen ist die Mischung aus Bildung und Unterhaltung, wie sie ZDF und ARD anbieten, ist ein alter Hut.

Bild: © Depositphotos.com / karelind

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.