News: Ohne große Geldscheine leidet die Währung » Finanzen Heute

<span class=ns>News:</span> Ohne große Geldscheine leidet die Währung

Die Debatte, ob die Bargeldzahlungen in Zukunft auf 5000 Euro beschränkt werden sollen oder nicht, spaltet Deutschland. Die Bürger fürchten, ihre persönliche Freiheit zu verlieren, die Politik hingegen will mit dieser Grenze die Kriminalität und die Schwarzarbeit bekämpfen. Im Zuge der Diskussion um die Obergrenze kommt jetzt auch noch die Abschaffung des 500 Euro Scheins, die die Politik offenbar anstrebt. Finanzexperten waren allerdings davor, den großen Schein aus dem Verkehr zu ziehen.

Argumente gegen die Abschaffung

Autohändler und ihre Kunden schätzen den 500 Euro Schein ebenso wie Sparer, die ihr Geld nicht zur Bank bringen wollen. Aber auch Kriminelle schätzen den größten Euroschein, weil er so wenig Platz im Koffer wegnimmt und damit liefern sie das Argument gegen den 500 Euro Schein. Während Deutschland noch diskutiert, meldet sich eine amerikanische Investmentbank zu Wort, die ebenfalls möchte, dass der Schein im Umlauf bleibt. In einer neuen Studie sieht die Bank einen Verlust an Popularität für Europa, wenn der lilafarbene Schein nicht mehr im Zahlungsverkehr ist und sie fürchtet, dass der Euro dann gegenüber dem Schweizer Franken und dem US-Dollar an Wert verliert.

Draghi lässt prüfen

Es war die SPD, die die Diskussion um den großen Euroschein losgetreten hat und die Kriminalpolizei ist der Partei dafür sehr dankbar. Sie hofft, dass ohne den 500 Euro Schein die organisierte Kriminalität nicht mehr ganz so aktiv ist, denn es sind vor allem Drogen, Waffen- und Menschenhändler, die bevorzugt mit dem umstrittenen Schein zahlen. Ob der 500 Euro Schein wirklich ganz von der Bildfläche verschwindet, das hängt jetzt von Mario Draghi ab, dem Chef der Europäischen Zentralbank, denn er muss prüfen, ob der Schein bleibt oder geht. Es ist bekannt, dass Draghi nicht unbedingt am 500er hängt und so kann es tatsächlich passieren, dass wir bald nicht mehr mit dem ganz großen Geld bezahlen können.

Bild: © Depositphotos.com / MrHamster

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Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.